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Ein Krönchen – Pullover

Es ist schon lange her, da konnte ich ein Krönchen ergattern. (Beginnen so nicht immer Märchen?)  Krönchen-Wolle von Schachenmayr/Regia. Leider bekommt man die Krönchen nicht in vielen Geschäften zu kaufen. Oft muss man sich die bestellen. Da lagen sie nun die Knäuel und natürlich wollte ich sie auch bald in ein schönes Projekt verwandeln. In dem Lamana Heft No.9 hatte ich einen Pullover entdeckt, der mir sehr gut gefallen hat.

die Krönchen-Wolle ist mit einem kleinen Anteil Seide versetzt und ich finde die Qualität viel zu Schade für die Füße. Nicht das ich meinen Füßen weiche Wolle nicht gönne, aber ich kann mir vorstellen, dass sich die Socken ziemlich schnell durchlaufen könnten. Einen Nachteil hat allerdings feine Wolle… sie pillt etwas, oder etwas mehr. Das habe ich schon auf verschiedenen Blogs gelesen. Für mich ist das kein Grund diese schöne Wolle nicht zu kaufen. Klick mal auf den Link, da ist man hinterher schlauer!

Ich trage meinen neuen Pullover tatsächlich sehr gerne, er ist super leicht und fluffig. Ich könnte ihn in der Waschmaschine waschen, was ich aber im allgemeinen mit meinen selbstgenadelten Kunstwerken eher weniger ausprobiere. Ich wäre todunglücklich, wenn der nachher nicht mehr so aussieht wie als er mir von den Nadeln fiel.

Woher kommt’s?

Das Model aus der Lamana habe ich nicht 1:1 nachgestrickt. Wäre ja auch ein Wunder, würden jetzt meine Strickfreundinnen Carina und Magda sagen. Nie strickt sie so, wie es in den Anleitungen steht. Immer macht sie etwas anders. Es liegt in diesem Fall ja schon mal daran, dass ich eine andere Nadelstärke und ein anderes Garn genutzt habe. Meines war etwas dünner und damit die Nadeln ebenfalls. Somit veränderte sich auch die Maschenzahl. Wieder einmal alles neu überdenken und umrechnen. Das mit mir, dem “Mathegenie”

Da klettere ich doch lieber durch Kinderspielplatzgeräte und lass andere sich den Kopf zerbrechen wie es gehen soll. Meine Taktik in solchen Fällen: Ich stricke einfach eine oder zwei Größen größer oder kleiner. Je nach Maschenprobe, die ich an den Wollbanderolen ablese. Ja, ich mache keine Maschenprobe, ich stricke meistens drauflos. Und bin damit schon seit Jahren (bevor es das schlaue Internet und die Foren gab), gut gefahren. Selten musste ich etwas aufribbeln. Erst seitdem ich mich verrückt machen lasse, ribbel ich öfter. Ich sollte wieder zurück zu mir selbst finden!

Nochmal zum Krönchen zurück

Das Garn ist mir aber auch so fein über die Finger gerutscht. Im Grunde strickte sich der Pullover fast von selber. Wenn mir dann nicht die Wolle ausgegangen wäre. Ich musste einige Zeit warten, bis ich Nachschub bekam. Wie gesagt, man findet nicht viele Geschäfte, die die Regia Krönchen Wolle verkaufen.

Und weil die Qualität so fein ist, lässt sich das gute Stück sogar ganz gut an kühlen Sommerabenden tragen. Jetzt höre ich schon wieder aus verschiedenen Kehlen, “Aber das ist doch Sockenwolle!” Mir macht es immer nichts aus, wenn die Wolle etwas kratzt. Ich mag die natürlichen Garne sehr. Aber die Krönchen-Wolle Silk kratzt mich gar nicht.

Die Eckdaten:

Model: Pullover No4 aus dem Lamana Heft No.9
Nadelstärke: 3,5
Top-Down (also von oben nach unten in einem Stück)
Garn: REGIA PREMIUM Silk (Feige, Rose Red und Ros)
Verbrauch: 315 Gramm
Zeit: von November bis Mai (Upps, doch so lange)

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