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Licht und Sonne gegen schlechte Laune

Ich bin anfällig. Anfällig für schlechte Laune und miese Gedanken. Wenn ich nicht an die frische Luft kann, wenn man mir ununterbrochen schlechte Nachrichten einflößt, dann macht mein Kopf zu. Nun geht es ja schon eine Weile so, dass wir dauerhaft mit dem Corona-Dings zugetextet werden. Das sind ja schlechte Nachrichten per se. Das erklärt nun vielleicht auch, warum sich meine Laune auf einem Tiefpunkt befand. Ich war schon so weit, dass ich jeden auf der Straße am liebsten angeschrien hätte.


Nun war ich am Donnerstag nach dem Frühdienst mit dem Fahrrad auf dem Weg nach Hause, im Gleisdreieckpark unterwegs. Die Sonne schien und es war wirklich herrlich warm. Ich hatte Hunger auf einen vegetarischen Döner. Am Südkreuz gibt es einen recht guten türkischen Imbiss. Ich hatte Glück und es stand nur ein Mann vor mir an. Der Budenbesitzer strahlte so eine Freunde aus, dass ich ein bisschen grinsen musste, als er mich fragte, was ich haben möchte.

Kurz nach mir tauchte eine Frau auf, die sich artig in einem Abstand von 1 1/2 Meter von mir in die “Reihe” stellte. Sie wurde genauso schnell nach ihrem Begehr gefragt wie ich und ebenfalls mit so viel Spaß am Beruf. Sie lachte lauthals und meinte, sie würde gerne den Döner zum Mitnehmen haben. Alle lachten mit ihr mit. Das ganze strahlte so viel Zuversicht aus, dass es mir ganz warm wurde. Meine miesen Gedanken fingen an sich zu verflüchtigen. Natürlich nahm ich meinen Döner auch zum Mitnehmen.

Draußen in der Sonne

Der Weg bis in den Park ist nicht weit. Eine kleine Mauer, mitten in der Sonne, an einer Wiese, auf der Kinder mit ihren Eltern Ball und Frisbee spielten. Die Kinder lachten und tobten durch die Sonne. Radfahrer fuhren auf den Wegen und Spaziergänger genossen das schöne Wetter. Ich genoss den Döner in der Sonne und schaute den Kindern zu. Wieder spürte ich, wie die eisernen Schellen um meine Seele immer lockerer wurden.

Mein Telefon klingelte, eine Freundin rief mich an. Wir schnatterten im Sonnenschein eine Weile. Und wieder wurde mir etwas leichter ums Herz. Den letzten Rest schaffte dann meine Mutter, die ich im Garten besuchte. Sie freute sich sehr, dass ich mal vorbei komme, denn ich halte mich weit weg von meinen Eltern. Nicht nur die Vorgaben “auf Abstand” bleiben, hält mich fern, sondern auch, dass ich nicht weiß, welche Keime ich aus dem Krankenhaus anschleppen könnte.

Auf meinem Weg nach Hause störten mich die Menschen mit ihren falsch sitzenden Masken und 20x getragenen Handschuhen überhaupt nicht mehr. Meine Seele fühlte sich leicht an. So kann es bleiben! Auch gestern war meine Seele leicht. Licht, Sonne und die Fröhlichkeit, haben mich aus meinem negativen Gedankenkarussell heraus gezogen.
Geht es dir vielleicht auch gerade so? Dann kann ich dir nur ein Rezept über Lachen, Licht und Sonne ausstellen.

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