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Nonverbale Kommunikation

Kennst du das auch? Du bist im Straßenverkehr unterwegs und ein anderes Auto möchte deinen Weg kreuzen, aber der Verkehr ist so eng, dass ein Wechsel der Spur nur möglich ist, wenn einer Platz macht. Der Eine bist du, ohne zu reden, nur durch blinzeln und nett grinsen löst sich das Problem.

Als ich dieser Woche am Nachmittag, mit dem Rad zur Arbeit fuhr, kam ich an zwei kleinen Mädchen vorbei. Spontan streckte die Eine von den Beiden die Hand aus. Ich musste grinsen und streckte ebenfalls die Hand aus und klatschte sie ab. Die Mädchen grinsten ebenfalls wie Honigkuchenpferde. Ein gutes Bauchgefühl macht sich bei einer solchen Aktion breit und mein Tag blieb richtig schön.

An einem anderen Tag, auf meiner Arbeit, musste ich einer alten Frau, die aus Bosnien stammt, etwas vermitteln. Es ist nicht leicht, wenn man die Sprache des Anderen nicht spricht. Ich arbeite nun schon seit gefühlt 100 Jahren in einem Bezirk Berlins, wo ich nicht damit rechne, dass mich die Menschen dort immer verstehen. Ich kann mit Händen und Füßen reden. Und witziger Weise werde ich verstanden und verstehe. Was nun die Frau betraf, der konnte ich ohne Worte vermitteln, was ich von ihr wollte…

Nonverbal geht es auch, wenn ich mich mit meinen Freundinnen “unterhalte“. Ohne Wortem wissen wir schon, was die Andere trinken möchte oder wo wir uns hinsetzen wollen. Auch bei Strickmustern oder kniffligen Anleitungen, reicht ein Blick und schon rückt die Freundin an die Seite und leistet Hilfestellung. Auch bei Radtouren muss nicht gesprochen werden. Da weiß die Andere schon, welche Abzweigung wir nehmen werden.

Mit Worten ist es aber doch schöner

Doch manchmal klappt es dann doch nicht ohne Worte. Nämlich dann, wenn man mitteilen möchte, wie wunderschön ein Nachmittag mit den besten Frauen gewesen ist. Nonverbal, übersetzt wäre es dann wohl so etwas wie die Freundin fest in dem Arm nehmen und lange nicht los lassen… So hätte es wohl diese Woche einmal bei mir ausgesehen. Angeklebt an die Freundinnen.

Worte sind einfach schön, nämlich dann wenn es um den Schnattertrupp geht. Ich war in dieser Woche einmal nicht online. Hatte keine Muse, auf mein Handy zu gucken und der Trupp schnatterte lustig über hundert Nachrichten hin und her. Nicht umsonst, heißt diese Gruppe wohl so. Ich mag es aber auch, anderen Menschen viel mitzuteilen (Blogge ich deshalb?) Oft genug ertappe ich mich dabei, dass ich mich in Gespräche von Fremden einmische. Hinterher frage ich mich, ob die mir jetzt böse sind und lache mir dabei ins Fäustchen. Sprechen zu können und sich mitzuteilen, ist schon etwas Besonderes.

Besonderes diese Woche

Ich habe über #wenigerPlastikistmehr geschrieben. Einmal hier und einmal hier. Ansonsten war ich hauptsächlich viel arbeiten und versuchte, den Kopf in der knappen freien Zeit frei zu bekommen. Was war bei dir so los? Warst du mehr nonverbal oder wortreich unterwegs?

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