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Luftigleicht und doch schön warm

Das Florence-Tuch. Ich habe es schon eine Weile fertig und trage es im Moment richtig gerne. Es ist mega leicht und wärmt einem den Hals, die Schultern und den Kopf. Als Magda (übrigens sehr schade, dass Magda so wenig auf ihrem Blog veröffentlicht. Ist sie doch eine hervorragende Fotografin!) die Bilder von mir gemacht hat, war es aber auch sehr ungemütlich draußen auf der Straße. In dem Chillipepperding, war mir recht kalt und ich war froh, mir das FlorenceTuch umlegen zu können. Obwohl da so viele Löcher drin sind, wärmt die Silkhair von Lana Grossa außerordentlich gut.

Ok, ich höre da einige Stimmen, Mohair fusselt so…es kratzt…ist mir zu voluminös… Klar hat Mohair einige Negativseiten. Man muss das Garn mögen. Ich mag es halt. Was ich allerdings festgestellt habe, und das ist positiv, es fusselt nicht mehr so, wie in den Achtzigern. Da hatte ich meiner Schwester einmal einen Mantel aus Mohair gestrickt, ein unglaubliches Teil, das hat aber gefusselt, da konntest du das, was du drunter getragen hast, mit einer Fusselbürste erst einmal entflusen.  (da fällt mir ein, meine Schwester, müsste den tatsächlich noch haben. Vielleicht zeige ich ihn dir mal hier auf meinem Blog)

Ich mag das Garn wirklich. Es strickt sich prima und man hat eine Menge Fläche, obwohl man nur 3 Knäuel für diese riesige Tuch braucht. Ich habe sogar noch ein paar Gramm übrig, weil mir das Florence langsam doch sehr riesig erschien. Inzwischen bin ich fast traurig, dass die 10 cm nicht auch noch angestrickt sind. 😉

Das Muster des FlorenceTuch ist einfach und sehr einprägsam. Sicherlich muss man wenigstens schon mal einen Umschlag gestrickt haben und wissen, wie man zwei Maschen zusammenstrickt. Aber spätestens, wenn man den ersten Mustersatz hinter sich hat, dann ist man im Flow… (herrje, jetzt benutze ich auch noch solche Wörter!) Der schöne Farbverlauf, kommt aus dem Knäuel selber. Damit hatte ich nichts zu tun.

Noch etwas positives hat dieses Garn, es verzeiht dir Fehler! Wenn du noch nicht so fit im Lacestricken bist, solltest du vielleicht einfach mit einem Mohairgarn anfangen. Jeden Fehler, den du  unterbringst, verschwindet einfach in dem Fusselgewimmel und nie wieder wird einer den Fehler finden. Natürlich nur dann, wenn die Maschenzahl immer hübsch die selbe bleibt und du wieder in den richtigen Maschenrhythmus zurückfindest.

Ich habe eine lange Zeit an dem Tuch gestrickt. Ich glaube, die Knäuel habe ich mir bei Herrn U, im Ausverkauf geleistet. Das muss 2017 im späten Sommer gewesen sein. Ganz genau weiß ich es nicht mehr, da hatte ich mein Ravelry Notizbuch noch nicht so konsequent geführt. Inzwischen weiß ich von fast allen Wollen, woher ich sie habe und wann ich sie gekauft habe. (Ähmm von den Wollen, die seit 2018 in meinem Vorrat landen)

In den Sommermonaten mochte ich tatsächlich nicht an dem Mohairgarn stricken und im letzen Sommer sowieso nicht. Da wäre ich wirklich davon geschmolzen. Aber als es wieder kälter wurde, haben meine 4,5 er Nadeln wieder geklappert und ich konnte es beenden. Was du nicht siehst, also nicht wenn du von so weit weg guckst, ich habe ein paar Perlchen mit eingearbeitet. Kleine silberne Dinger, die noch mal einen winzigen Eyecatcher machen. Ich habe sie nicht gezählt. die Perlen erstrecken sich auf ca. 30 cm an dem einen Ende des Tuches. Hier ist übrigens eine schöne Anleitung einer anderen Bloggerin, wie man die Perlen in die Wolle bekommt.

Hast du jetzt auch Lust bekommen, dir ein solches Tuch zu stricken? Die Anleitung ist kostenlos bei Ravelry zu haben. Ein Tuch von Karie Westermann. Sie hat es etwas schmaler gemacht, aber den Mustersatz zu verlängern, ist kein Hexenwerk.

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