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Eigentlich war alles ganz anders geplant, an der Ostsee

Karminrot

Karminchen am Meer

Eine Reise ans Meer

Wir hatten es uns so schön ausgemalt, Die Schlemmerstrickerinnen packen ihre Taschen und fahren gemeinsam an die Ostsee, ans Meer. Lümmeln 3 Tage lang im Sand herum, um zu stricken und sich gegenseitig zu bekochen. Der Gedanke kam uns schon im Herbst letzen Jahres. Die Findung einer Unterkunft war ein wenig aufregend, aber dann hatten wir einen Treffer. Nach Zinnowitz auf Usedom sollte es uns ziehen. Wir hätten zwei Schlafzimmer und zwei Bäder gehabt. Eine gut ausgestattete Küche und eine Terrasse auf der wir im Sonnenschein frühstücken können. HÄTTEN….

Möwe

Denn alles kommt meistens anders, als man es sich vorstellen mag. Denn bis 14 Tage vor Abfahrt, als die Schlemmerstrickerinnen die Nachricht ereilte, Marion ist wie ein Käferchen auf dem Rücken geplumpst und konnte danach nicht mehr richtig laufen. Damit war unsere Reise erledigt, denn auch Betty zog sich aus dem Unternehmen zurück. Was sollte ich denn nun machen, der Vermieter würde so kurzfristig 80% der Miete haben wollen, für NICHTS! Ich brauchte eine Lösung. Der Kerl musste herhalten. Dafür musste er etwas delegieren. Er freute sich schon darauf, ein paar Tage mit mir aus der Stadt zu kommen.

Strand

Auf Usedom angekommen konnten wir auch noch etwas eher in die Wohnung und staunten nicht schlecht, was ich da angemietet hatte. So ordentlich und gepflegt hatte ich schon lange keine Ferienwohnung gesehen. Wir waren begeistert. Die Küche hatte eine super Ausstattung, da hätten wir Schlemmerstrickerinnen unseren Spaß gehabt. Der Kerl und ich haben die Küche allerdings nur für das Frühstückmachen genutzt. Wir sind lieber Essen gegangen, so hatte ich auch Freizeit. Die Lokale auf Usedom bieten sehr leckere Speisen an und wer keine Lust auf Fisch hat, der bekommt alles was das Herz begehrt, von Currywurst bis Kaviar.

Strandkorb

Wir verbrachten den lieben langen Tag einfach nur am Strand in einem Strandkorb. Ließen tatsächlich mal alle Fünfe gerade sein. Das tat dermaßen gut, dass wir völlig erholt zurückkamen. Am schönsten und unterhaltsamsten waren die Beobachtungen, die wir machen konnten. Kindererziehung scheint ein spannendes Thema zu sein. “Erwinchen macht dies nicht, zieh dir etwas an, setz den Hut auf, mach dies, mach das, laß das…. ” So hörte sich das aus dem einen Strandkorb an, während sich die Eltern in dem anderen Strandkorb völlig entspannt zurücklehnten und die Kleinen machen ließen. Das gegängelte Kind war unerträglich, die gelassenen Kinder völlig tiefenentspannt. Ach wie schön ist es doch, dieses Thema komplett abgehakt zu haben.

Meer, …oder lass uns doch einfach mal genießen

Für mich ist Meer immer die pure Erholung. Ich gehe gerne im Meer schwimmen und mag es auch, einfach mal im Strandkorb sitzen zu bleiben. Seitdem wir die Monster in ihr eigenes Leben entlassen haben, müssen wir uns auch keine “lustigen” Aktivitäten mehr ausdenken. So dürfen wir “einfach” sein. Und das, haben wir in den paar Tagen auch komplett genossen. Ein paar Schritte am Strand und dem Wasser entlang. Den Fotoapparat, das Strickzeug oder das Buch vor der Nase, einfach entspannen. Der Kerl machte mehrere Mittagsschläfchen hintereinander und war trotzdem am Abend noch müde genug, um schnell einzuschlafen. (Das kann ich immer nur bewundern!)

blau weiß gestreifte Strandkörbe am Deich

Was ich am Meer liebe

•Ich liebe die Luft am Meer. Endlich in vollen Zügen durchatmen können. Das habe ich in unserer Stadt ja eher weniger.
•Ich liebe es,  über den Strand zu spazieren. Da kann es dann auch gerne mal regnen oder windig sein. Da wird der Fotoapparat eben trocken verstaut. Schön ist es trotzdem.
•Ich mag den Sand unter meinen Füßen. Der massiert und schmeichelt. Meistens jedenfalls. Wenn ich dann wieder Schuhe anziehen muss,  (was ich höchst ungerne mache) dann kann er schon mal stören. Aber nach einigen Schritten, habe ich mich daran gewöhnt.

•Ich liebe den frischen Fisch aus dem Meer. Als wir vor Jahren in Asien waren, kamen die Fischer am Abend im Hafen an. Manchmal erkannten wir den Restaurantbesitzer, der sich Kisten zusammenstellen ließ. Diesen frischen Fisch auf dem Teller, konnte ich besonders genießen.
•Ich liebe das Geräusch der Wellen, wenn sie ans Ufer schlagen. Diese Urgewalt macht mich zufrieden. Ich kann die Augen schließen und entspannen. Das tut meiner Seele richtig gut. Geht dir das nicht auch so?

Zinnowitzer Strand

Zinnowitzer Strand

Wie viel Meer verträgst du?

Ich vertrage viel Meer. Einige große Meere haben wir schon gesehen. Ost- und Nordsee, (das schon in Kindertagen. Obwohl der Weg an die See, etwas beschwerlich war. Heute fällt es dem gemeinen Berliner so viel leichter, mal schnell ans Meer zu fahren) Ich war am Pazifik, am roten und am toten Meer, am Indischen Ozean und habe die Füße schon in den Atlantik gesteckt. Im schwarzen Meer haben die Monster gebadet und natürlich auch im Mittelmeer. Die Adria hat mir nicht so gefallen, dafür mochte ich das Ägäische Meer. Wenn ich so darüber nachdenke, habe ich schon eine Menge Wasser mit Wellengang gesehen. Und doch kann ich mich nicht daran satt sehen. Geht es dir auch so?

Blick über den Strand, kurz vor dem Sonnenuntergang

Mehr Meer habe ich jetzt nicht mehr. Jetzt bleibt nur noch, bei Astrid zu verlinken und mal zu gucken, was die Anderen über das Meer zu berichten haben. Hoffentlich habe ich dich nicht zu sehr gelangweilt. Aber Meer kann man ja nicht genug bekommen, oder? Der Mensch liebt es ja am Wasser zu sein.

 

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