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Karsamstag

Während du bestimmt gemütlich deinen Kaffee schlürfst, bin ich mal wieder arbeiten. Die ganzen Feiertage werde ich mich mit den Kollegen vergnügen. Am Sonntag werden die Monster zum Essen kommen. Früher, haben wir uns im Garten der Eltern getroffen und Ostereier suchen lassen. Die Mutter hatte immer einen riesen Spaß an den Enkeln. An den unmöglichsten Stellen hatte sie die Leckereien versteckt. Die Monster aber,  haben  immer alles gefunden.
Die vergangene Woche war furchtbar kalt. Nicht unbedingt draußen, dort regnete es ordentlich und manchmal stürmte es auch. In unserem Haus war es eisekalt. Die Heizung hatte den Geist aufgegeben. Anfangs war es gar nicht so schlimm, aber so nach und nach kühlten die Wände und Fußböden aus. Und damit auch wir. Eingewickelt in Decken und alle Kerzen, die wir entzündet hatten, konnten uns nicht aufwärmen. Einzig, unser Bett bot eine Alternative. Wie glücklich wir waren, als dann die Heizung wieder lief, dass muss ich dir bestimmt nicht sagen. Wie selbstverständlich man solch einen Luxus nimmt, wird einem dann erst bewusst.
Das Stricken habe ich bei der Kälte tatsächlich vor mir hergeschoben. Die Finger waren so kalt, dass ich lieber mit einem Buch und einer Tasse Tee eingemukkelt auf dem Sofa saß. Die Rezension zu meinem letzten Roman habe ich im Lesezimmer veröffentlicht. Und längst schon einen neuen Roman begonnen. Am Donnerstag war ich im Büro vom Kerl und habe den 12tel Blick fotografiert. Den zeige ich dir Morgen. Aber mein Bild, das ich für Andrea´s Eye-Poetry gemalt habe, ist fertig geworden.
Ich muss schon sagen, der letzte Plausch hatte eine mächtige Resonanz gehabt. So viele und lange Kommentare, hatte ich schon lange nicht mehr. Und dann, hat auch noch eine Krankenschwester einen offenen Brief an unseren neuen Gesundheitsminister Jens Spahn bei Facebook geschrieben. Sie spricht  spricht mir so sehr aus dem Herzen und wahrscheinlich noch vielen Anderen, aus der Pflege.
Jetzt wünsche ich dir einfach noch schöne Ostertage

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