Seite auswählen

Blumen auf meinem Eßtisch

Diesmal, zeige ich dir einen Strauß den ich von einer Freundin bekam. Ein Strauß aus Ranunkeln, die eine wirklich besondere Färbung haben, Pfingstrosen und Gründings drumherum.

Sie stehen auf meinem Eßtisch und wetteifern mit der Sonne. Nein, sie sind nicht gelb, aber sie trahlen solche Sommerlichkeit aus. Mir gefallen die Schönen. Und sie haben eine Geschichte.

Stadtgeschichten

Oder, wie die Blümchen auf meinen Tisch kamen

Ich habe da eine Freundin, mit der ich mich ab und an zum Stricken treffe. Oft geht das sehr spontan. dann wird schnell mal eine Nachricht bei Whatsapp geschrieben, ob die Andere Zeit hat. Ein Treffpunkt wird meistens auch schnell gefunden und zack, sitzen wir Zwei beim Stricken. Vor einiger Zeit klingelte mein Telefon. Schon ziemlich spät. Ich war etwas fertig mit der Welt, ausgefroren oder was auch immer. Jedenfalls hatte ich ein Bad genommen und saß eingemummelt in meinem Bademantel und Schlafanzug auf dem Sofa. Am anderen Ende war eben diese Freundin und erzählte mir, dass sie wirklich in der Klemme sitzt. Sie war tanken und ihre Bankkarte funktionierte nicht. Sie konnte die Rechnung nicht bezahlen. Wenn sie sich nicht irgendwie auslösen kann, dann würde sie eine Anzeige bekommen, für Diebstahl! Ich ließ mich erweichen und löste sie aus. Sie konnte aufatmen. Ein paar Tage später, gab sie mir das Geld zurück und alles war gut.

Das nächste Mal trafen wir uns in einem kleinen Café. Wir quasselten eine Weile, tauschten uns über unsere Stricksachen aus und genossen ein kleines Frühstück. Als sie bezahlte, stellte sie überrascht fest, dass ihre Börse diesmal im Auto liegen geblieben war. Nur gut, es stand gerade gegenüber, so konnte sie sich selber auslösen.

Einige Zeit später, holte sie mich zum Stricken ab. Wir wollten eine unserer Wolldealerinnen besuchen und mal hören, was sie so alles auf der englischen Insel erlebt hatte. Spannend war es, was die Gute uns erzählt hat. Und tolle Wollen hat sie aus England mitgebracht. Die Freundin sah sich dann noch ein wenig in dem Laden um und fand einen schönen Wollstrang, den sie mitnehmen wollte. Sie kramte in ihrer Tasche und fand… nichts! Ihr Portmonnaie lag gemütlich zu Hause. Sie ließ den Strang zurücklegen. Aber wir wollten doch eigentlich noch einen Tee oder Kaffee trinken gehen. Ach was soll’s, ich lud sie ein.

Dann am Freitag, hatte ich einfach Lust endlich mal zu Ikea zu fahren und die Kommode zu kaufen, die Ordnung für meinen Schrank versprach. Ich rief meine Freundin an, ob sie kurzfristig Lust hätte mitzukommen. Klar, wenn es zu Ikea geht… Wusstest du, dass dir dort inzwischen einen super Kaffee- und Kuchenstand haben? Die Torten sahen echt lecker aus. Wir wollten uns einen Kaffee gönnen. “Ich lade dich ein. Ich bin dir noch etwas schuldig!”, sagte sie. Nach einem Blick in ihre Tasche, sah sie mich mit großen Augen an. “Ich habe mein Geld im Auto!” Ich konnte fast nicht mehr, musste echt lachen. Es hat System (grins). Ich bezahlte das Bestellte und sie ging los, um ihr Geld zu holen.

Am Nachmittag rief sie mich an. “Bist du noch zu Hause?” Sie kam innerhalb von 2 Minuten bei mir an und drückte mir eben diese schönen Blumen in die Hand. Als Dankeschön. 
Mehr Freitagsblumen bei Holunderblütchen