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Es ist Freitag und Zeit mal wieder zu bloggen. Bei uns stehen rote Gerbera auf dem Eßtisch. Sie stehen in den Resten unserer Osterdeko. Die Hasen sitzen noch gemütlich in der Runde. Warum auch nicht, immerhin gehören sie doch zum Frühling dazu. Wenn man mal davon absieht, dass es draußen über Nacht a…kalt ist.
Seid ich einen UV-Filter auf meinem Objktiv habe, eigentlich nur als Kratzschutz, kann ich die Rottöne viel besser fotografieren. Das ist mir gerade bei diesen Blumen richtig aufgefallen. Die Farben entsprechen dem Original. Einfach genial. So mag ich dann gleich viel lieber an dem Flowerday von Helga teilnehmen, 

Die Blumen standen bei uns auf der Arbeit herum. Sie wurden vollkommen lieblos in eine Vase gestellt und nicht mehr beachtet. So habe ich mir die paar Stile mit nach Hause genommen. Sie haben eine so herrlich satte rote Farbe, genau nach meinem Geschmack.

Stadtgeschichten

Wiedereinmal war ich im Supermarkt unterwegs. Kurz vor Ostern. Zu einer Zeit, da war noch nicht der Ausnahmezustand (Ostern) ausgerufen worden und die Menschen ließen sich Zeit beim Einkaufen und an der Kasse. Ich schob meinen Wagen gerade in eine Schlange an der Kasse als ein mittelalter Mann an mir vorbei ging und eine Dose Thunfisch in der Hand hielt. Er steuerte direkt auf die Dame vor mir zu. Mich würdigte er, zum Glück!, keines Blickes. “Darf ich wohl vor ihnen meinen Thunfisch bezahlen?” Die Frau schaute ihn etwas verwirrt an und ließ ihn mit einem dann freundlichen Nicken vor. “Wissen sie, ich habe meinen Einkauf, den habe ich schon vorhin an der anderen Kasse bezahlt, bei dem Wachschutzmann am Eingang stehen. Ich habe beim Einpacken entdeckt, dass ich meinen Thunfisch vergessen habe und da habe ich mir gedacht, ob ich meinen Einkauf einfach bei dem Wachschutzmann abstellen kann. Den kenne ich noch aus der Schule, der würde mir bestimmt nie etwas abschlagen. Den Thunfisch brauche ich für einen Salat, den ich mir heute machen will. Das ist sehr lieb von ihnen, dass sie mich vorgelassen haben, soll ich ihren Einkauf aufs Fließband legen? Da ist ja eine Papaya dabei. Ich weiß gar nicht, was ich mit so einem Gemüse machen sollte. Ach und sie kaufen Biomilch? Mir reicht die normale. Ich glaube nicht an Bio. Ob der Wachmann noch meinen Einkauf bewacht? Der hat hier immer so viel zu tun. Ich muss mal gucken, ob der nicht überfordert ist…”. Damit schob er sich an dem Mann, der vor ihm stand vorbei und war verschwunden. Seine Thunfischdose stand verloren zwischen den großen Einkäufen auf dem Fließband. Ordentlich getrennt, durch die Trennhölzer.
Die Frau vor mir drehte sich zu mir um und sah sehr überfordert aus. Lächelte etwas hilflos und zuckte mit den Schultern. “Wo ist der hin?” “Keine Ahnung!” Ich sah ihn auch nicht mehr. Der Mann vor uns, zuckte ebenfalls die Schultern. Der Kassierer pustete leise aus, drehte sich zu seinen Kollegen um und rief ihm zu:”Jetzt hat er mich erwischt!” Upps, die kannten den Kerl wohl schon. Immer noch kam er nicht zurück. Naja, die Dose kann man ja einfach beiseite schieben, sollte er nicht wieder auftauchen. Die Frau vor mir, legte ihre Sachen sehr bedächtig auf das Band. Sie hatte es abgelehnt, das der Thunfischkäufer ihre Waren ausräumt. Wir hatten schon nicht mehr damit gerechnet, dass der Mann zurückkommt, als der sich wieder von hinten durch die Reihe schob.
“Tschuldigung, ENTSCHULDIGUNG, kann ich mal durch? Ich habe meine Ware auf dem Band dort vorne liegen. Ich bin gleich dran. Ich musste nur mal nach meinem Einkauf gucken, den ich schon bezahlt habe und den der Wachschutzmann am Eingang jetzt bewachen muss, weil ich meine Dose, mit dem Thunfisch vergessen habe. Kann ich mal hier durch. Ach, was haben sie denn da? Ist das Gemüse oder was? Ahh, ich bin dran, ….Ich habe nur diese eine Dose Thunfisch, ich habe meinen Einkauf schon bezahlt…” Der Verkäufer nannte den Betrag, den die Quasselstrippe bezahlen musste. Der Kerl kramte sein Portemonnaie aus der gepflegten Hose und suchte das Kleingeld heraus. Dabei erzählte er weiter von dem Wachmann und seinem Einkauf, der am Eingang auf ihn warten würde. Endlich war er weg und die gesamte Schlange atmete auf. Das war wie eine Sturmflut, die über einem zusammengebrochen ist und danach die perfekte Stille. Nicht mal das Kassengepiepe, störte die “Ruhe”. 
Kennst du auch Menschen, die eine solche Quasselwut haben? Ich bin immer wieder erstaunt, welche Vielfalt in unserer Stadt unterwegs ist. Die Natur ist einfach unergründlich…. Ach ja, ich sah ihn am Eingang wieder. Mit einem Einkaufswagen, der mit einem Kopfsalat und einer Gurke “gefüllt” war. So wie er sich anhörte, hätte er den ganzen Wagen mit Lebensmitteln voll haben müssen!
Ich danke schon mal, all den Kommentatoren zu meinem Fotowettbewerb. Bis Montag kannst du noch deine Stimme abgeben.