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Wieder einmal ist Freitag und Helga gibt uns die Möglichkeit, unsere Blumen zu zeigen. Meine sind dieses Mal von dem Monstermann. Es ist ihm aufgefallen, dass er nur noch selten zu lesen ist. Prompt, kommt er am Abend mit Blumen nach Hause. Dicke, runde Astern in Gelb und Braun. (Helga meint, dass es Chrysanthemen sind. Mir ist’s im Grunde egal, wie die Schönen heißen ☺) Passend zum Herbst. Mit einer Nuance Sommer.
Er hat sie in einem “richtigen” Blumenladen gekauft. Richtig, weil es ein alt eingesessener Laden in unserem Dorf ist. Er war letztens mit, als ich mir Blumen in diesem Laden gekauft habe und hat festgestellt, dass dort die Blumen um einiges schöner und langlebiger sind. Und die Verkäuferin, versteht, was man von ihr will.

Stadtgeschichten

Diese Woche war ich am Abend noch einmal in unserem großen Supermarkt unterwegs gewesen. Ich fahre schon nicht gerne auf den großen Parkplatz, meistens nehme ich die erstbeste Parklücke, die ich auf der Straße finden kann. So habe ich auch erst später mitbekommen, dass es scheinbar rappelvoll war. Ich schnappe mir einen Einkaufskorb. Magda, die mit ihrem Filius unterwegs war, brauchte einen Wagen. Schon im Eingang kam es mir vor, als hätte sich im Supermarkt der ganze Bezirk verabredet. So kenne ich den Laden nur, wenn wir 3 Feiertage im Stück haben. Die Gemüse- und Obststände waren restlos belagert. Nur gut, dass es mir hauptsächlich um Milch ging und ich irgendetwas zum knabbern haben wollte. Magda dagegen, brauchte etwas mehr und schob so durch die Gänge. Vor den Eiern wurde sie ausgebremst. Eine ältere Frau stand ebenfalls mit ihrem Einkaufswagen in dem Gang. Nase an Nase standen sie, es ging nichts mehr, denn die Leute, die an der Wursttheke standen, brauchten auch ihren Platz.
Die Frau starrte Magda an und rückte keinen deut. Auch Magda rückte nicht. “Ich war zuerst hier!”, sagte die Alte und fixierte die junge Mutter. Das war schon witzig, die Beiden zu beobachten. Magda gab dann doch nach und die alte Frau schob, mit stolzgeschwellter Brust an dem Einkaufswagen der Mutter vorbei. Am Ende stellte sie sich auch an der Theke für die Wurst an und blickte noch eine Weile zu uns rüber. Denn Magda musste mir gleich ihr Herz ausschütten. 
Erklären kann ich mir allerdings immer noch nicht, warum es so voll war, dass man wirklich kaum treten konnte. Auch an der Kasse kam es mir vor, als wäre morgen Weihnachten. Vielleicht habe ich irgendetwas nicht mitbekommen…