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Der Freitag ist Blumentag und Helga vom Holunderblütchen bietet uns die Möglichkeit, sich auszutauschen. 

Meine Rosen stammen aus der Kolonie, in der meine Eltern ihren Garten haben. Ich war schon auf dem Nachhauseweg, als meine Mutter von der Hunderunde zurück kam und einen schönen Rosenzweig in der Hand hielt. “Schau mal, den hat jemand abgerissen!”

Wie schade ist denn so etwas! “magst du ihn haben? Für dein Wohnzimmer und deinen Blog? ” Ha, seit wann liest meine Mutter meinen Blog? Da muss sie sich dazu gemogelt haben, ohne, dass ich es mitbekommen habe. Mich freut´s. Sowohl die Rosen als auch meine Leserin. Ich freue mich sonst natürlich auch sehr über meine Leserinnen. Und liebe deine Kommentare.

Ich war mit dem Fahrrad auf dem Weg nach Hause. Da stellte sich der Transport des großen Zweiges sehr hinderlich heraus. Zumal ich auch noch einkaufen gehen wollte. Auffällig war ich! Und blieb überall mit den Dornen hängen. Am Ende, hatte ich aber auch im Supermarkt Spaß. Aber davon ein anderes Mal.

Stadtgespräche

Im Sommer gibt es in der Nähe einen Platz der früher von den Anwohnern gerne als große Terrasse genutzt wurde. Ein Weinhändler bietet seinen Wein, herrlich kühl zum Verkauf an. Dieser Platz füllt sich von Jahr zu Jahr mit mehr Menschen, die es einfach genießen wollen draußen zu sein. Ein wenig wie im Süden. Auf einer Piazza. Auf diesem Platz treffen sich mein Kerl und ich ab und zu auch mal. Dann holen wir uns Leckereien und trinken ein Weinchen. Am letzten Freitag nun, saßen wir wieder dort, mit unserer Picknickdecke, drei Portionen Käse, Oliven und Trauben… und natürlich gutem Wein aus dem Rheingau, als ein hektischer Vater mit seinen beiden kleinen Mädchen auftauchte und eine junge Frau, die auf dem Randstein saß aufforderte sich doch auf einen der mitgebrachten Stühle zu setzen. Die Frau guckte völlig irritiert und setzte sich auf den Stuhl. Der Typ brachte noch mehr Stühle und dann auch noch einen Tapeziertisch. Der wurde großartig eingedeckt. “Sie merken schon, wir okkupieren diesen Platz! Vielleicht möchten Sie bleiben.” Die junge Frau ergriff dann doch lieber die Flucht. So habe ich es noch nie gesehen, wie jemand vertrieben wurde. Aber das war sehr wirkungsvoll. Denn am Ende breitete sich die Gesellschaft über eine richtig große Fläche aus. Dazu musst du wissen, dass die meisten Leute mit Decken auf dem Boden sitzen und eher picknicken. Die Gesellschaft war an diesem Abend sehr dominant. Ich weiß nicht, wie viele Leute dazu stießen. Der Kerl jedenfalls, blieb der Wortführer und hielt alle auf Trapp.

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