Ich spiele sehr gerne. Am liebsten mit den Monstern oder auch mit Freunden. Aber ich muss aufpassen, denn ich bin auch süchtig. Und gerade das ist mir diese Woche wieder passiert. Ich bin in eine Spiele-Falle getappt. Eine Computer-Spiele-Falle. Sie hat einfach zugeschnappt. Und klapp! hatte sie mich am Popo. Ich habe gelernt solchen Spielen aus dem Weg zu gehen, denn ich verfalle ihnen sehr schnell. Sie wirken auf mich wie andere auf Drogen stehen. Ich werde kribbelig, wenn ich nur einen Moment Zeit habe daran zu denken, einen schwachen Moment habe und die App öffne, um nur einen Augenblick in dem Spiel zu verweilen.

Lass die Spiele beginnen
Wirklich, ich habe mir nichts Böses dabei gedacht, als ich mir die App heruntergeladen habe. Nur mal gucken, habe ich gedacht und die Vorschau sah auch ein bisschen anders aus, als das Spiel, welches mich sofort erwischt hat. Nur mal 10 Minuten spielen, ausprobieren um dann die App wieder ins Jenseits zu schicken. Aber als ich dann auf die Uhr schaute, war eine Stunde vergangen. Eine Stunde mit Dingen beschäftigt, die so unproduktiv wie nur etwas sind. Gut ich hatte Zeit, weil ich auf meinen Dienstbeginn um 22.15 gewartet habe. Und gelesen habe ich auch schon den ganzen Tag. Die Bude war ordentlich und auch sonst hatte ich nichts vor, bis auf den Nachtdienst. Dieses Spiel könnte ich auch in der Nacht spielen, wenn ich mal 5 Minuten Zeit hätte, dachte ich mir. Dann vergehen vielleicht die Stunden etwas schneller. Aber Zeit habe ich des Nachts ohnehin nicht viel. Wusstest du, dass die Menschen Nachts einfach mehr Zeit haben über ihre Krankheiten nachzudenken und dann Redebedarf haben?
Um es kurz zu machen, die App ist wieder von meinem Handy entfernt worden. Von mir selber. Denn ich habe gemerkt, dass mich die Sucht sofort in ihren Griff bekam. In einer freien Minute denke ich immer noch, dass ich dieses Spiel wieder auf mein Telefon laden könnte. Das erfordert wirklich viel Widerstand. Lieber wäre es mir, ich würde mit meinen Liebsten ein echtes Spiel spielen. Und das werde ich demnächst bestimmt wieder machen.

Windig
Ich bin gestern Morgen um 6.30 Uhr aus dem Krankenhaus gekommen. Die Nacht war wieder erträglich und die Menschen haben fast gut geschlafen. Das lag vielleicht auch daran, dass in der Nacht ein ordentlicher Wind durch die Gänge gezogen ist. Unser Krankenhaus ist in den Siebzigern mit riesigen und viel zu schweren Fenstern ausgerüstet worden. Wenn der Wind auf diesen großen Fenstern steht, dann findet er immer einen Weg hinein. Dann heult, murmelt oder singt er. Für mich sind das immer die Geister, die immer noch in den Mauern gefangen sind. Die ihren Weg nicht hinausgefunden haben. Sie sind nicht böse, sie sind einfach nur da. Irgendwie finde ich das Geheule auch ein bisschen tröstlich.
Am Vormittag als ich „Ausgeschlafen“ hatte, saß ich zu Hause auf der Terrasse und genoss das Brausen in den Bäumen. Es rauscht und wedelt und macht ein Geräusch, welches mich fast wie das Meeresrauschen beruhigt. Nach all der Wärme, ist die Abkühlung echt ein Genuss. Ich hoffe, dass der Sommer nicht noch einmal eine solche Hitze hervorbringen wird. Hoffen darf man wohl, oder?
Heute wird ein schöner Tag, wir sind eingeladen zum Geburtstagsbrunch und später zum Sommerfest. Ich werde meinen Tag genießen. Meinen einen freien Tag um morgen wieder zum Frühdienst zu fahren. Nur einen Tag nach dem Nachtdienst ist mir eigentlich zu wenig und ich hatte schon die Befürchtung, dass mich die Migräne einfängt. Hat sie aber zum Glück nicht. Aber wenn mich die Migräne hat, dann könnte ich meinen Arbeitgeber anrufen und Bescheid geben, dass ich nur einen Tag nicht kommen kann. Das soll sich ja nun auch ändern. Dann sitze ich „kotzend“, lichtempfindlich und schmerzgeplagt in der Arztpraxis um mich für einen Tag krankschreiben zu lassen. Was für ein Hohn, denn die Ärztin gibt mir dann für mindestens eine Woche einen Krankenschein. Soll sich dann lohnen. Die Krankheitstage werden ansteigen … Ich weiß nicht, wer die mit dem Klammerbeutel gepudert hat.
Bist du auch einem Spiel verfallen? Oder liebst du den Wind in den Bäumen so wie ich? Über die neuen Vorschläge aus dem Kasperletheater mag ich nicht diskutieren.
Spielen ist eine Tätigkeit, die man gar nicht ernst genug nehmen kann
Bei Computer- oder Handyspielen muss ich auch aufpassen. Meist habe ich aber eine exzessive Phase und dann langweilt es mich. Handyspiele finde ich eigentlich schlimmer, weil man das ja auch immer verfügbar hat.
Ich hatte gestern mal wieder eins runtergeladen, aber das Gameplay ist so ganz anders als in der Werbung, daher werde ich es wieder runterwerfen.
Liebe Grüße
Mona
Oh ja, Wind ist herrlich. An der See sowieso, aber auch, wenn er hier in den alten Ahornbäumen rauscht und es klingt, als wären wir am Meer, dann kann ich mich wunderbar wegträumen. Er hat leider auch eine Kehrseite, denn als Markthändlerin kann ich Wind nicht gebrauchen, der die Auslagen durcheinander wirbelt und bei den Marktkollegen schon den einen oder anderen Stand umgepustet hat.
Spiele? Tja, in meiner Kindheit haben wir IMMER gespielt. Erst so ein Kartenspiel mit Zahlen, ab ungefähr 10 Jahren musste ich Skat lernen, weil meine Eltern einen „dritten Mann“ brauchten. Mein Vati war leidenschaftlicher Skatspieler, hat sogar Turniere gespielt und nicht selten gewonnen. Mutti hat bis ins hohe Alter Karten gespielt, meist Canasta.
RoHen will mir unbedingt Schach beibringen. Er meint, es sei ein Armutszeugnis, dass ich das nicht kann. Seit er das gesagt hat, will ich es keinesfalls mehr lernen, weil ich diese Äußerung sehr anmaßend finde. Am Handy habe ich ein Spiel, das ich inzwischen auch auf dem Rechner gefunden habe. Dort spiele ich es noch, weil ich von vorn beginnen musste und dies eine gewisse Herausforderung darstellt. Seitdem spiele ich es nicht mehr am Handy, weil es da zu einfach ist und mir keinen Spaß mehr macht.
Magst du mir sagen, welche App das war, die dich so gefesselt hat? Ich könnte für das Handy eine neue Herausforderung brauchen. *zwinker*
Ich wünsche dir einen schönen Tag mit tollen Erlebnissen
Mira
Ja, das Thema Krankmelden am ersten Tag geht die Decke hoch ( zu Recht ), aber eigentlich sind andere Themen ( Klima) einfach dringlicher. Aber das ist halt was Überschaubares…. Ich spiele überhaupt nicht mehr, nur mal UNO mit den Enkeln. Aber süchtig nach schönen Bildern und von daher auch zu viel am Handy.
Dir einen schönen, auch erholsamen Tag!
Astrid
Ich gestehe, ich spiele leidenschaftlich gerne am Computer, mit Karten oder Brettspiele. Für letztere fehlen mir inzwischen die TeilnehmerInnen und bei ersterem muss ich vorsichtig sein! Außer einer Sudoko-App gibt es kein Spiel mehr auf dem Handy und den Rest auf CD oder auf dem Computer habe ich abgeschafft.
Wind finde ich wunderbar. Herrlich und selten, wenn er in diesen Breiten einmal wie an der Nordsee weht. Dann mache ich die Augen zu die Arme breit und schicke mich in Gedanken ganz weit weg.
Genieße deinen freien Tag, mit lieben Grüßen
Karin
Das Thema kommt mir bekannt vor. Ich puzzle nämlich regelmäßig am Handy…
…ob die Affenhitze nochmals im Juli, August kommt!?
Schönes Wochenende und muntere Grüße von Heidrun