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Duzt du? {Samstagsplausch 33-23}

19.08.2023 | Samstagsplausch

Duzt du deine Mitmenschen? Auch dann, wenn du sie nicht kennst? Hier in Berlin nimmt es immer mehr zu, dass man freundlich mit dem Du angesprochen wird. Dabei bleibt der Sprecher genauso auf Abstand wie der Geduzte.

Duzt du schon oder siezt du noch

Es hat sich herumgesprochen, dass es in Berlin immer mehr zur Gepflogenheit gehört, dass man geduzt wird. Erst diese Woche war ich mit der Mutter beim Arzt, ihr geht es nicht so gut, sie hat furchtbare Rückenschmerzen. Warum das so ist, steht jetzt nicht zur Debatte. Es geht mir um den Medizinischen Angestellten, der meine Mutter ins Sprechzimmer holte und sie auch später röntgen musste. Er duzte die alte Frau, als wäre es seine Mutter, blieb aber dabei weiterhin sehr höflich und irgendwie auch lieb. Die Mutter störte sich weder an dem Du, noch daran, dass er sie freundlich aufzog. Vielleicht hat sie gar nicht gemerkt, dass er eine Grenze überschritten hat.

Im Café letzte Woche, es ist mir auch erst im Nachhinein aufgefallen, wurde ich freundlich mit einem Du begrüßt, meine Bestellung aufgenommen und geliefert. Auch im Supermarkt passiert es immer öfter, dass man zwischen einem Du und einem Sie hin und her switcht. Auf dem Markt finde ich es schon fast zum guten Ton gehörend, geduzt zu werden.
Auch in der Boutique sprach man die Menschen mit dem Du an, die hereinspazierten. Wenn man genau hinhört, dann merkt man, dass Berlin seine eigene Sprachkultur hat.

In der Klinik

Meine Patienten müssen auch manchmal da durch, allerdings haben die dann mit dem Duzen angefangen. Da ist es aber eher der Demenz geschuldet, die manchmal Kapriolen schießt. Wie gesagt, mich stört das tatsächlich nur dann, wenn mich jemand beschimpft, was einem Radfahrer in Berlin schon mal passieren kann. Du Ar…loch ist viel leichter gesagt als, wenn man ein Sie davor setzen würde.

Was meinst du? Macht dir es was aus, wenn du geduzt wirst? In anderen Ländern ist es ja normal. In der englischen und türkischen Sprache gibt es in dem Sinne gar kein Sie. Von meinen türkischen Kollegen weiß ich, dass man mit einem ehrfürchtigen Du genauso weit kommt. Auch im Asiatischen scheint ein Du zum guten Ton zu gehören. Es kommt halt auf die Haltung zu deinem Gegenüber an.

Meine Woche

Es ging eigentlich. Bis darauf, dass ich immer wieder Kopfschmerzen hatte. Trotzdem war ich arbeiten. Schon am Wochenende klagte die Mutter, dass sie nicht mehr aufstehen kann. Ihr Rücken machte ihr zu schaffen und wir verbrachten einige Zeit beim Arzt. Einen Termin beim Physio zu bekommen, ist fast unmöglich. Am Mittwoch hatte ich dann endlich eine Praxis gefunden. In der Zwischenzeit, war ich arbeiten, Obst und Gemüse retten, habe mir Blumen gekauft und ein Nadelgeplapper geschrieben. Und irgendwo dazwischen muss ich mir einen Magen-Darmkeim eingefangen haben. So schön mein Frühstück auf dem Bild aussieht, davon werde ich heute nichts essen. Tee und Zwieback sollten reichen.

Freundlichkeit ist eine Sprache, die Taube hören und Blinde lesen können

(Mark Twain)

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21 Kommentare

  1. Angela

    Moin liebe Andrea,
    gute Besserung wüsche ich Dir.
    Das Duzen greift anscheinend immer mehr um sich. ist soweit ok.
    Liebe Grüße
    Angela

    Antworten
  2. Claudia

    Hallo Andrea,
    fremde oder ältere Personen sieze ich grundsätzlich, so habe ich es gelernt und beibehalten. Ich selbst habe aber kein Problem wenn ich mit „Du“ angesprochen werden, ich bestehe nicht unbedingt auf ein „Sie“. Ich arbeite in einem japanischen Konzern und habe Japanern und verschiedenen Europäer im Kollegenkreis, auch hier ist es allgemein üblich sich mit dem Vornamen anzusprechen. Es wird in englisch kommuniziert, daher ist das „Sie“ kein Thema. Wobei ich sagen muss, dass ich die japanischen Kollegen immer mit ihrem Nachnamen anspreche.
    Ich hoffe es geht dir wieder etwas besser.
    Liebe Grüße,
    Claudia

    Antworten
  3. niwibo

    Guten Morgen Andrea,
    ich duze Fremde so gut wie nie, komme mir dabei immer etwas komisch vor,
    besonders beim Schweden, wenn junge Verkäufer einfach Du sagen, bin ich zuerst immer etwas irritiert.
    Ich finde bei Fremden das Sie immer noch angebracht, aber vielleicht bin ich da auch altmodisch….
    Dir und Deiner Mama gute Besserung. Rücken ist schlimm, kenne ich gerade auch wieder. Allerdings habe ich die Physio in der Nachbarschaft, leider hat es noch nicht richtig geholfen. Laufe rum wie eine 90igjähre…
    Pass auf Dich auf, lieben Gruß
    Nicole

    Antworten
  4. conny

    Hallo Andrea,
    junge Leute duzen sich, in Internetforen ist es auch üblich.
    Am Arbeitsplatz egal wo, ist es ein „Geht gar nicht“ ein absolutes Tabu.
    Beim Arzt ist es einfach respektlos und unprofessionell.
    Selbst wenn der Pfleger es „gut gemeint“ hat, ist es schlecht
    gemacht. Gerne wird ja auch im Pflegebereich in der „wir“ Form gesprochen. „so nun wollen mir mal“
    Das empfinde ich als unhöflich.
    Da würde ich mich ganz entschieden dagegen verwehren.
    In meiner Handarbeitsgruppe sprechen sich nun alle mit Vornamen an, das freut viele ältere, denn oft wird der Vorname
    im Alter nicht mehr genannt, aber das ist eine Absprache unter allen.
    Das „wir duzen uns alle“ selbst wenn es freundlich gemeint ist, ist eine Unsitte, wie so vieles in der heutigen Zeit.
    Das ist meine ganz altmodische Meinung.
    Aber ich komme auch aus dem vorigen Jahrhundert, ich habe es noch erlebt, das man mit Fräulein und mit Sie angeredet wurde. Lang ist es her.
    Liebe Grüße
    von Conny

    Antworten
  5. Regula

    Nur weil es in der englischen Sprache kein „Sie“ gibt, heisst das nicht, dass wir uns , wo ich lebe, auf Deutsch duzen. Ich erschrecke, wenn man mich im Laden oder Restaurant duzt. Wieso sollte ich eine wildfremde Person duzen, resp. von ihr geduzt werden? Nur weil ich eine Hose kaufe?

    Ich halte es noch immer so: die ältere Person bietet das Du an. Jemanden einfach so zu duzen, finde ich unhöflich.

    Letztens in einer Weiterbildung hat die Kursleiterin wie üblich gefragt, ob es in Ordnung sei, dass wir uns duzen. Bestimmt sage ich da nicht nein. Auch unter Arbeitskollegen duzt man sich. Aber es gibt immer Junge, die nicht unaufgefordert Du sagen.

    Mit ehemaligen Schülerinnen und Schülern mache ich am letzten Schultag nicht Duzis, obwohl das viele Lehrer machen.Den jungen Menschen ist ihnen nämlich nachher peinlich, ist meine Erfahrung, und dann kommt es so gequetacht herau. Sie wollen ihre alte Lehrerin nicht mit Du ansprechen. Wenn man sich in einem anderen Umfeld wieder trifft, ist noch Zeit genug.

    Auf Sekundarstufe 2 werden die Schüler und Schülerinnen bei uns gesiezt. Auch das hat mit Respekt zu tun.

    Auch wenn sich Handwerker untereinander duzen, spreche ich sie nicht mit du an, ausser einer kommt immer wieder und man lernt sich kennen. Oder der Handwerker ist ein ehemaliger Schüler, dann biete ich ihm das Du an.

    Aber das ist halt überall verschieden. Ich mache es so, wie ich mich wohlfühle.

    Liebgruss!

    Antworten
  6. Ivonne

    Hallo Andrea,
    zuerst einmal … Gute Besserung!

    Ich halte es wie Andrea (die Zitronenfalterin), Sind Hunde im Spiel ist man fast immer sofort beim Du. Auch in der Handarbeitsgruppe und bei den Wanderern des Rhön Clubs.
    Bei Ärzten oder auch in Geschäften bin ich beim Sie.

    Liebe Grüße
    Ivonne

    Antworten
  7. Bienenelfen

    Hoffentlich geht es Dir wieder gute liebe Andrea wenn nicht wünsche ich gute Besserung denn bei den warme Temperaturen auch noch unpässlich zu sein ist gar nicht schön. Ohje ja Mama mit Kreuzschmerzen habe ich auch hier. Letzte Woche war ich dort aber es ist noch keine großartige Besserung eingetreten und sie will auch nirgends hin auch zu keinem Arzt !! Das ist echt schwierig und wenn es nun nicht besser wird müssen wir uns was überlegen denn so kann sie sich dann alleine einfach nicht mehr versorgen :-((( Sorgen über Sorgen das soll hier nicht das Thema sein, ich bin etwas abgeschweift.

    Ja duzen macht mir jetzt weniger was auch solange alles freundlich und mit Abstand passiert bin ich dabei.

    Liebe Wochenendgrüße und gute Besserung an Dich und Deine Mama
    Kerstin und Helga

    Antworten
  8. Astridka

    Das ist ja ein Thema, das wohl anspricht!
    In meiner allerersten Schule haben wir uns alle geduzt, Lehrer*innen wie Schüler*innen. Und ich führe darauf zurück, dass ich bis heute mit einer ganzen Reihe einen sehr engen Kontakt habe und z.B. jetzt eine Schülerin mental begleiten kann, bei der ein Loch im Herzen festgestellt wurde. Die sind inzwischen gut Mitte fünfzig! Ich habe an die Atmosphäre damals eine gute Erinnerung, weiß aber auch noch, wie sich darüber echauffiert wurde. In den nachfolgenden Schulen war das dann anders, da galt das Duzen nur noch im Kollegium. Ich hab es dadurch auch generell eingestellt und duze nur noch die ehemaligen Schüler*innen.
    Aber eigentlich ist mir das Thema völlig egal, werde nur immer wieder erinnert, dass das überhaupt ein Thema ist. Entscheidend ist doch, wie freundlich & liebevoll der Umgang mit Menschen ist, respektabel wie wohlgesonnen. Und das erlebe ich – von unangenehmen Ausnahmen abgesehen – auch in der Bloggerwelt, da erscheint mir das Duzen logisch.
    Ganz liebe Wochenendgrüße!
    Astrid

    Antworten
  9. Andrea/ die Zitronenfalterin

    Hallo Andrea,
    mit dem Siezen und Duzen mache ich es ganz unterschiedlich. In Kursen oder der Hundeschule ist das Duzen absolut üblich. Aber ansonsten Sieze ich, wenn ich so drüber nachdenke spontan eher. Das sagt dann aber überhaupt nichts über das Verhältnis zum Gegenüber aus. Manchmal verpasst man den richtigen Moment zum Übergang zum Du und bleibt beim Sie.
    Dir wünsche ich gute Besserung!
    Liebe Grüße
    andrea

    Antworten
  10. sunni

    Gute Besserung, liebe Andrea!
    Duzen mag ich im vertrauten Kreis. Bei meiner Arbeit in der Schule habe ich mich mit einigen Kollegen/innen nie geduzt, auch nach 40 Jahren nicht. Vor allem nie und unter keinen Umständen mit Chefs. Abstand war mir da wichtig. Und kumpeliges Gehabe, z. B. mit den 18-jährigen Schülern, kam nicht in Frage. Wenn aber in einem Land generell das Duzen üblich ist, so wird man sich dem angleichen.
    Unter Freunden und Bekannten ist das anders, allerdings warte ich da meist doch ab, wie sich die Kontakte entwickeln.
    Dir trotz Tee und Zwieback ein gutes WE! Ich pflege mein entzündetes Auge und war heute Nacht um 1 beim Notdienst 30km entfernt…Alles Gute, Sunni

    Antworten
  11. Uschi

    Das Thema mit dem Duzen beschäftigt mich momentan auch mehr als bisher. Deshalb habe ich Deine Fragestellung aufgegriffen.

    Antworten
  12. Mira

    Liebe Andrea, zuallererst einmal gute Besserung für dich. Ausgerechnet im Sommer geht das mit Magen.-Darm ja schnell, dass man sich da was einsammelt. Bei mir liegt es dann auch oft einfach am Essen. Viel Gemüse, noch mehr Obst und Joghurt sowieso. Ich helfe mir meist mit ausnüchtern, also nur Salzstangen und Mineralwasser oder Kamillentee und dann geht’s wieder. Ich wünsche dir, dass es bei dir auch schnell vorüber geht.
    Zum Dutzen. Im privaten Bereich käme ich nicht auf die Idee zu siezen. Wenn ich mich auf Handarbeitstreffen oder Märkten herumtreibe. Bei Konzerten schon gar nicht. Bei Festivals erst recht nicht. Und in der Bloggerwelt empfinde ich ein SIE regelrecht befremdlich.
    Nur im Dienst möchte ich nicht geduzt werden und duze auch selbst nicht, sondern verwende das, was hier in einem Kommentar als „Hamburger Sie“ bezeichnet wurde, also Vorname und Sie. Das ist da auch notwendig, weil die Teilnehmer untereinander sich duzen und wenn ich dann kam und meinte: „Bringen sie bitte dem Herrn Sowieso dies und jenes.“ Fragten die Leute zurück: „WEM soll ich das bringen?“ weil ihnen die Nachnamen gar nicht geläufig waren.
    Insgesamt finde ich die Duz-Kultur schön, weil man auch, wenn man duzt, sehr viel Respekt und Achtung für die anderen Menschen rüberbringen kann.
    Nun habe ich wieder viel geredet und wünsche dir noch ein wunderfeines Wochenende ohne Magen-Darm.
    LG die Mira

    Antworten
  13. Karin Be

    Im aktiven Schuldienst bestand ich auf „Sie“ bei Neuzugängen im Kollegium. Das „Du“ musste erarbeitet werden. Ich benötigte die Distanz für meine Arbeit und war trotzdem nicht die schrullige Alte zum Schluss. Selbst jetzt im Ruhestand bin ich ein gern gesehener Gast in der Schule, auch per Sie. Genauso halte ich im Umgang mit der Nachbarschaft.
    Auf Fortbildungen und vor allem auf dem Blog sieht es anders aus. Da hat sich auch bei mir das Du eingebürgert.
    In Geschäften und bei ÄrztInnen mag ich das „Du“ nicht, auch nicht im Schwedischen Möbelriesen. Die Schweden nutzen das „Du“ anders, als das Gros der Menschen hierzulande. Oft kommt es mir zu respektlos rüber.
    Liebe Grüße und gute Besserung,
    Karin

    Antworten
  14. nic

    😀 Hier sprechen mich alle Kollegen mit Vornamen an, selbst die im HQ von denen ich noch nie gehórt habe – gestern wúnschte mir einer ein fantastisches Wochenende mit zig emojis, dessen Namen mir vóllig unbekannt ist. Scheinbar ist er neu, aber bereits mein bester Freund…

    Antworten
  15. Catrin

    Guten Morgen und gleich vornweg: gute Besserung für dich, Magen-Darm ist doof!
    Hier bei uns wird überwiegend noch gesiezt, allerdings nimmt auch hier das Du schon seinen Raum ein und es wird üblicher als früher. Dabei sind es nicht unbedingt nur jüngere Menschen, die zum Du übergehen. Ich selbst bin da immer sehr zurückhaltend, lasse meinem Gegenüber „den Vortritt“ und warte ab, sage anfangs weder „du“ noch „sie“, zumindest bei Leuten im ungefähr gleichem Alter. Bei älteren Personen kommt für mich nur ein Sie infrage, es sei denn, sie bieten mir gleich das Du an. Treffe ich auf jüngere Leute, schaue ich mir die Person an, sage zu Beginn auf jeden Fall „sie“ und biete ggf. im Gespräch das Du an. Aber ich kann schwer einfach so die Person vor mir duzen. Wenn ich geduzt werde, stört es mich eigentlich nicht, es ist der Lauf der Zeit, wie man es beobachtet und so wie du schreibst: in anderen Sprachen gibt es gar keinen Unterschied und eben nur das Du.
    Liebe Grüße Catrin.

    Antworten
  16. Sabine

    Hallo, Andrea,
    ich lese schon lange wöchentlich Deinen Samstagsplausch und möchte mich gerade zu diesem Thema auch einmal zu Wort melden
    Ich lebe in Franken und habe tatsächlich meine Probleme mit dem „Du“, sowohl wenn ich von anderen geduzt werde, als auch andere zu duzen. Das liegt wahrscheinlich zum einen daran, dass ich in einem kleinen Dorf (Buckenhofen) aufgewachsen bin und auch heute noch dort lebe (mittlerweile ist es aber ein Stadtteil von Forchheim). Zum anderen liegt es auch daran, dass ich – meiner Größe von 1,43 geschuldet – relativ oft von Menschen geduzt werde, weil sie mich noch für ein Kind bzw. einen Teenager halten.
    Je nachdem, wie ich drauf bin, reagiere ich entweder nicht oder ich verbiete dem anderen das „Du“.
    Was anderes ist es für mich schon immer gewesen, wenn ich mich in einer Gruppe Gleichgesinnter befinde, z. B. bei einem VHS-Kurs oder gerade jetzt bin ich – aufgrund meiner Schmerzen – in einer Tagesklinik.
    Eine sehr schöne Lösung finde ich auch das „Hamburger Sie“, also den anderen zwar Siezen, ihn aber mit dem Vornamen anzusprechen. So habe ich es mit Auszubildenden gehalten, die jünger waren als ich (Habe vorher gefragt, ob es ihnen Recht sei). Das ist auf der einen Seite nicht so steif wie ein „Sie“, auf der anderen nicht so vertraut wie ein „Du“.
    Andererseits hängt es bei mir nicht von einem „Du“ oder „Sie“ ab, wie ich den anderen respektiere. Ich bin der Meinung, dass sich ein jeder Respekt verdienen muss.

    Liebe Grüße aus Forchheim

    Sabine

    PS: Ich hoffe, es war Dir Recht, dass ich Dich jetzt in dem Kommentar geduzt habe, obgleich wir uns nicht kennen.

    Antworten
    • Andrea Karminrot

      Es war mir Recht! Ich mag es tatsächlich geduzt zu werden. Ich fühle mich dann nicht so alt. Aber eben nur Respekt.
      In den Blogs gehört es zum guten Ton zu duzen.

      Antworten
  17. Neufeld Monika

    Hallöle, ich bin kein großer Duzer.
    Ich habe mich auch im Job in der Kita immer Siezen und mit Nachnahme ansprechen lassen. Wenn die Kinder Du sagten, war das ok, aber bei den Eltern war in unserer Einrichten Siezen angesagt, auch um schon ein bisschen Distanz zu wahren. (Das war in der Kita vor dem Siezen wohl etwas schwierig, war aber vor meiner Zeit dort)
    Dann habe ich zwanzig Jahre in der Familienbildung mit jungen Familien gearbeitet und nach ein, zwei Jahren, in denen ich mich Siezen ließ, bin ich da auf Vornahme und du übergegangen. Es waren „andere Leute“ dort in diesen Kursen, die ein Du nicht direkt plump vertraulich genommen haben.
    Allerdings beim Sportkurs geht es mir automatisch von den Lippen.

    Also je nach Ort finde ich ein Du angemessen oder eben nicht.

    Dir gute Besserung und hoffentlich trotzdem ein schönes Wochenende,
    LG, Monika

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  18. Carolyn Flickensalat

    Moin Andrea,
    zuerst einmal gute Besserung.
    Ich bin auch ein Du-Mensch, ich finde es freundlicher und herzlicher. Man kann trotzdem Höflichkeit und Anstand bewahren. ich glaube, Deutschland und Frankreich sind die einzigen Länder, die das Sie so celebrieren. Während es in Frankreich aber ein Verehrendes Sie ist, empfinde ich es in Deutschland einfach kühl – naja, so ist Deutschland. Aber ich habe da auch eine Veränderung festgestellt und das gefällt mir sehr. In Bloggerkreisen ist es ja auch normal.
    Liebe Grüße Carolyn

    Antworten
  19. Trillian

    Es scheint eine Berliner Spezialität zu sein, zu duzen. Allerdings fällt es mir auch in anderen Städten immer mehr auf. Ich finde es sehr entspannt, traue mich selbst jedoch nicht immer.

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