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Meine Woche begann mit Unruhe. Denn der Kerl durfte am Montag nach Hause. Ich hatte ja nun schon so lange darauf gehofft, dass dieser Anruf kommt. Aber das diese Aktion dann so viel Unruhe brachte, war mir nicht klar. Zum Glück hatte ich noch eine Woche Urlaub und konnte mich um den Kerl kümmern. Denn das Leben zu Hause ist dann doch nicht so einfach wie gedacht. Einiges musste überdacht werden und manches hat sich in unserem gemeinsamen Leben, durch das Erlebte auch geändert. Spannend wird bleiben, ob sich diese Änderungen halten werden.

So sind zum Beispiel unsere Nächte unruhig. Der Kerl wurde im Krankenhaus des Nachts öfter geweckt, was dazu führte, dass er nun einen seltsamen Schlaf- Wachrhythmus hat. Immer wieder wird er in der Nacht wach und kann dann erst einmal nicht einschlafen. Klar, dass ich dann genauso unruhig schlafe.
Verschiedene Arztbesuche standen ins Haus. So manches Equipment ist in unserem Haushalt eingezogen, dass ich eigentlich nie haben wollte. (Eine Waage zum Beispiel, nix tragisches!)
Im Moment dreht sich unsere kleine Welt sehr um den Kerl. Auch die Monster sind glücklich und wuseln um den Vater. Doch die Planeten rotieren von Tag zu Tag langsamer und wir kommen alle immer mehr zur Ruhe.

Und Ich?

So im Rückblick gesehen, habe ich nicht viel für mich alleine gemacht. Nur die morgendlichen Hunderunden, mit dem Wuff meiner Eltern, blies mir die Gedanken aus dem Hirn. (Die beiden können zwar mit dem Hund rausgehen, aber nicht mehr lange, ausdauernde Spaziergänge machen) Meine Blogaktivität nimmt auch langsam wieder Fahrt auf, allerdings noch etwas verhalten. Meine Strickereien, wachsen geduldig und meine Bücher liegen auch brav auf ihrem Platz. Dabei wollte ich so viel im Januar lesen.
Das an sich selber denken, wird in solchen Situationen einfach immer gerne übersehen. Ich muss auch ein bisschen auf mich aufpassen. Die letzten Wochen haben schon an meinen Nerven gezerrt. Ab Montag werde ich wieder arbeiten gehen, vielleicht entspanne ich damit die Situation. Mal etwas anderes sehen, obwohl ich eine ordentliche Portion Schiss in de Büchs habe, wie es in unserem Krankenhaus aussieht.

Mensch: ein vernunftbegabtes Wesen, das immer dann die Ruhe verliert, wenn von ihm verlangt wird, dass es nach Vernunftgesetzen handeln soll.

(Oskar Wilde)

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