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Mundschutz selber genäht!

Ja ich weiß, so einen selbstgenähter Mundschutz hat keinen großen Wert. Und doch haben wir von unserem Arbeitgeber einen leichten, aus Mikrofaser (so fühlt es sich jedenfalls an), einlagigen! Mundschutz bekommen. Den dürfen wir nach dem Dienst mit nach Hause nehmen und in ein 60° grad heißes Wasserbad mit Waschmittel versenken. Ein paar mal umgerührt und ausgespült, ist er fertig für den nächsten Dienst. Denn das Ding trocknet tatsächlich eins, zwei fix.

Nun hatte ich den Mundschutz einen Dienst lang im Gesicht kleben. Mal abgesehen davon, dass ich echt Schwierigkeiten hatte meiner Lieblingsbeschäftigung, dem Kaffeetrinken nach zu kommen (denn nur deshalb bin ich natürlich Krankenschwester geworden!), bekam ich leichten Ausschlag im Gesicht. Zum Glück verschwand der auch wieder schnell nachdem ich wieder in meinen sicheren vier Wänden war. Aber glücklich war ich damit nicht. Die Hygienefachfrau windet sich auch sehr und hat uns genehmigt, dass wir uns eigene Masken nähen dürfen. Allerdings sollen die Dreilagig sein!

Du weißt ja, dass ich einige Freundinnen habe, die nähen können. In meiner einen Whatsapp-Gruppe ist eine Freundin dabei, die ihre genähten Werke auf verschieden Märkten über das Jahr verteilt anbietet. Als ich von meinem Dilemma in der Gruppe erzählte, grübelte sie schon darüber nach wie sie es bewerkstelligen könnte, möglichst viele Masken, möglichst kostengünstig zu produzieren. Mit einem kleinen Gimmick, das man einen kleinen Tunnel oben mit einnäht, damit man einen Draht, (Pfeifenputzer, den Metallstreifen von einem Schnellhefter, Blumendraht…) einführen und zum Waschen wieder herausnehmen kann. Gestern habe ich dann selber noch meine NähMa angeworfen und meinen eigen Mundschutz genäht. Ich habe von den Ideen profitiert und habe gleich noch 5 weitere Teile genäht.

Nur noch mal zur Kenntnis

Nur noch mal für alle zur Kenntnis! Die Dinger schützen dich nicht vor Viren. Auch wenn das Teil drei Lagen hat! Die Viren können auch zickzack krabbelnd, durch mehrere Lagen direkt in deinen Hals gelangen. Aber es hilft ein wenig, die Hände aus dem Gesicht zu lassen, meine Keime bei mir zu behalten und hat vielleicht auch einen psychologischen Effekt. Leider kann ich in einem Akutkrankenhaus dem ganzen Gedöns leider nicht aus dem Weg gehen.

Jetzt aber genug Corona und Covid. Meine Woche war ganz schön, weil ich jeden Tag mit meinem Kerl gemeinsam gekocht habe. Nichts Aufregendes. Aber das gemeinsame kochen macht richtig Spaß. Dann habe ich mich mit den Freundinnen online getroffen. Habe viel gelesen, damit mein Hirn mal nichts von der Welt draußen mitbekommt. Meine Gestricksel werden irgendwie nicht fertig. Gefühlt wenigsten. Dafür habe ich mich fast für einen KAL angemeldet. Marion hat das Tuch jedenfalls schon angestrickt, und nun will ich auch. Die passende Wolle werde ich wohl in meinen Kisten finden.
Und einen schicken Strickbeutel, habe ich auf meinem Blog vorgestellt. Meine Woche war doch ereignisreicher als ich dachte. Und bei dir so?

Ich hülle mich in meine Tugend ein. Das nenn ich leicht gekleidet sein.

(Friedrich Haug)

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