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Ich wünsche mir eine Hängematte

Eine Hängematte, um mich da hineinfallen zu lassen und diese ganze große Welle kann unter mir hindurch schwappen.Du fragst dich jetzt nicht wirklich, welche Welle ich meine, oder? Dieser fiese Keim, der im Moment die ganze Welt in Atem hält. Mir wird das alles langsam zu viel.

Ich dreh mich mal in meiner Hängematte weg von all dem Wahnsinn und konzentriere mich auf die schönen Dinge im Leben. Ich blicke einfach mal auf meinen Wollstash. Erst vor ein paar Tagen ist mir aufgefallen, dass in meinem virtuellen Wollzimmer einige Unordnung herrscht. In meinem echten Wollzimmer (Öhmm, dabei handelt es sich um gerade mal zweieinhalb Kisten vom Schweden, die aber randvoll gefüllt sind!), steht viel mehr herum, als ich virtuell eingepflegt habe. Ich habe dann spontan angefangen, etwas Wolle einzugeben und einige Wollen aus dem einen in das andere Regal zu sortieren. Und siehe da, es gefällt mir gleich viel besser.

Den nächsten Hängematten-Blick werfe ich auf meine Bücher! Ich komme tatsächlich gut voran mit den für den März geplanten Bücher. Die Rezensionen halten etwas auf. Ich bleibe aber dran. Eigentlich hätte ich ja gerne mal wieder eine schöne Radtour gemacht. Aber das Wetter führt sich gerade mega auf. Wenn es nicht gerade so windet, dass ich Kabolz in meiner Hängematte schieße, dann fällt Regen in Vorhängen vom Himmel. (Ich bin da mal wieder auf ein altes Wort gestoßen! In Berlin haben wir immer zu einem Purzelbaum, Kabolz  gesagt. Als ich versucht habe nach zu schlagen, wie dieses Wort richtig geschrieben wird, fand ich heraus, dass wir es Jahrelang falsch ausgesprochen haben. Kobolz kommt aus dem Norddeutschen, aus dem 19.Jh und bedeutet so etwas wie einen Kobold schießen, einen Purzelbaum machen wie ein übermütiger Kobold!)

Du merkst schon, ich erzähle wenig von meiner vergangenen Woche. Ich habe schlichtweg nichts erlebt und die Nachrichten lähmen mich obendrein. Ich schau schon absichtlich nur noch PayTV oder höre Musik aus der Retorte. Schon alleine was die Freundinnen in unserer WhatsApp-Gruppe schreiben reicht, um meiner guten Laune immer wieder einen Nasenstüber zu verpassen. Im Moment genieße ich aber den Gedanken an die Hängematte und lasse mir meinen Kaffee schmecken.

Halte dir jeden Tag 30 Minuten für deine Sorgen frei, und in dieser Zeit mache ein Nickerchen.

(Abraham Lincoln)

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