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Ein Versuch in Grau

So dache ich mir das heute morgen auf dem Weg zur Arbeit. Es war noch ganz schön dunkel heute früh. In den Herbst- und Wintermonaten merkt man es erst recht, wie zeitig ich unterwegs bin. Die Stadt scheint noch ziemlich verschlafen. Ein Versuch in Grau, dachte ich mir also. Das wären 2 Fliegen mit einer Klappe. Das Monatsmotto bei der Zitronenfalterin und der 12. bei Draußen nur Kännchen.

Wenn es so leer am frühen Morgen ist, komme ich immer ganz gut voran. Das Grau im ersten Bild ist eigentlich noch ein leichtes tiefschwarz.Aber das wird!

Dafür sind die Kellerflure herrlich grau. Ich habe es aber eilig, in Fünf Minuten ist Übergabe. Der Fahrstuhl wäre auch noch ein Motiv gewesen. Auch der strahlt ein nettes Grau aus. Ich sag ja, eine freundliche Atmosphäre bewirkt Wunder.

Grau findet man auch auf meinem Schreibtisch. Zum Glück, gibt es immer mal einen freundlichen Farbtupfer.

Heute war ich das erste Mal auf dem Dachgarten unseres Hauses. Ich habe immer gedacht, dass es hier besonders schön sein muss. Aber heute war es eher grau gehalten. Aber der Blick von hier oben ist einfach unschlagbar.

Zum Feierabend ist der Himmel immer noch so ziemlich Grau. Hier und da, schimmerte mal etwas Blaues durch. Tatsächlich will der November sich wohl von seiner besonders grauen Seite zeigen.

Interessant finde ich auch immer wieder die Kleidung der Leute. Wenn die kalten Monate anfangen, schmeißen sich die meisten Menschen einen grauen Tarnumhang über. Absolut fatal, finde ich es immer bei Radfahrern. Ich fahre mit einer Warnweste. Die sieht man auf jeden Fall. Abgesehen davon, dass dieses Fahrrad im Grunde keine Straßenzulassung mehr hätte.

Grau geht es auch im Drogerie-Markt zu. Weihnachtsmännle und Engelskinder, sehen auf grauem Grund einfach perfekt aus. Die Deko brauchte ich aber nicht. Die Katzen brauchen Katzenstreu-Nachschub in ihrem Klo. Ich lege die Scheuklappen an und ziehe kurz durch den Markt.

Ich mag das frische Grau immer. Die kleinen Steinchen findet man aber auch immer überall. Die Schnurlis nehmen keine Rücksicht auf meine Befindlichkeiten.

Außer meinem Obstpott, (hier beim letzten 12von12) hatte ich nur noch ein halbes Käsebrötchen gegessen. Aus Weißmehl. Jetzt habe ich knast. Hurtig sind die Kartoffeln geschält. Ein bisschen Sellerie und Karotte, Pertersilienwurzel und Zucchini dazu. Eine Viertel Stunde kochen und dann mit Butter, Sahne, Milch ein paar Gewürzen zerstampfen. Ich esse gerne die gerösteten Zwiebeln als Topper, und stampfe noch ein bisschen Hirtenkäse hinein. Ein absoluter Sattmacher!

Gilt Silber auch als Grau? Und wenn man die Kartoffeln lange genug stehen lässt, werden sie dann nicht auch grau?

Bis das Gemüse stampfbar gekocht ist, kann ich mir noch ein paar Seiten in meinem neuesten Roman gönnen. Rate mal welcher dieser Bücher das ist! Immerhin ist die Leseratte Grau.

Das Essen ist fertig. Schmeckt wirklich lecker. Angerichtet in einer zart grauen Schale. Tatsächlich habe ich darüber nachgedacht, was es Graues zu Essen gibt. Hast du eine Idee?

Nach dem Breichen, griff ich zu dem geliehen Kochwerk von einem Freund. Da stehen vielleicht Rezepte drin! Sehr filigran und seltsam hergestellt. Bei manchen Rezepten frage ich mich wirklich, ob mir der Aufwand nicht etwas zu hoch ist. Der Titel ist auf jeden Fall passend. Ich schmöckere noch ein wenig, in dem grauen Buch. Du kannst ja schon mal zu Draußen nur Kännchen vorgehen.

Ich hoffe, dir hat mein grauer Ausflug in meinen Tag gefallen.

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