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Wieso abgezogen?

Ich bin eigentlich etwas sauer! Sauer, weil mein alter Herr abgezogen wurde. Ich will nicht sagen, dass er nicht selber Schuld hätte. Aber wenn eine Firma, die viel Geld dafür bekommt, dass sie eine Leistung erbringen soll und den Vertrag mit einem älteren Mann macht, doch soviel Anstand besitzen sollte, dem älteren Herren zu erklären, wieviel Schutt! entsteht, wenn man 3 Kubikmeter Erde aushebt. (Was für ein Bandwurmsatz! Aber daran sieht man wohl, wie sehr ich mich darüber ärgere!)
Weißt du, wieviel 3 Kubikmeter Dreck sind? Als Kinder hätten wir uns über solch einen Hügel zum Schlittenfahren gefreut. Und eben dieser Schutt- und Lehmhügel liegt nun in unserem Garten. Erde, die man nicht mal überall verteilen kann, weil darauf nichts wachsen würde. Die Bauarbeiter haben den ganzen Haufen liegen lassen, weil der alte Herr dachte, ach was sind denn schon 3 Kubikmeter. Als es ihm bewusst wurde, hatten die handwerkenden Herren den Garten längst mit Bagger und Schaufeln verlassen.
Am Ende saß er da, war frustriert und knotterich, weil er gemerkt hatte, dass er abgezogen wurde. Eine erneute Anfahrt kostet natürlich extra. Und wie sollte es anders sein, seine ältere Tochter (nämlich ich) wurde zum Sündenbock. Wie gut, dass man sich mit mir immer so herrlich streiten kann. Inzwischen haben die Gemüter sich beruhigt. Hoffentlich hat der alte Herr ein hilfreiches Telefonat geführt. Helfen lassen wollte er sich dabei nicht. Dickkopf, wie die Tochter.

Was noch?

Ansonsten war meine Woche sehr ruhig. Da ich tatsächlich nur entweder Nachts arbeite oder versuche auszuschlafen, habe ich nichts erlebt. Ich habe mich auf zwei Stündchen mit Freundinnen getroffen, um gemeinsam in einem Café ein paar Maschen zu nadeln. Danach habe ich die eine der beiden Freundinnen zu neuen Schuhen überredet. Ich denke, sie ist sehr glücklich mit meinen Überredungskünsten.
Außerdem lese ich gerade in dem zweiten Buch von Peter Prange und bekomme die Nase kaum daraus vorgezogen. Spannend, kann ich dazu nur sagen. Nebenbei stricke ich noch meinen neuen Wollmantel. Die Falten habe ich schon gestrickt, jetzt kommen kaum noch exotische Strickschwirigkeiten vor.

Damit mein durch den Nachtdienst verwirrtes Hirn, nur noch mehr verwirrt, hatten wir ja einen Feiertag in dieser Woche. Dummerweise habe ich das Megaevent am Brandenburger Tor verpasst. Um ehrlich zu sein, ich wäre da nie hingegangen. Wer will denn David Hazelhoff sehen? Da hab ich es mir lieber auf dem Sofa bequem gemacht. Das Wetter ist ja nun auch nicht gerade wunderschön. Eine Tasse heißer Tee und etwas Neues, Anderes auf den Nadeln. Chrissi hat uns letztes Jahr nämlich super schöne, kuschlige Puschen (Hausschuhe) gestrickt. Die wollte ich auch machen.

Am Ersten war es wieder so weit. Der 12tel Blick. Der Kerl und ich haben uns bei der Gelegenheit am Abend Gedanken gemacht, wohin ich deinen Blick im nächsten Jahr lenken möchte. Ich hab ihn schon, den Blick. Und die Ideen drum herum. Lass dich überraschen.

Und Heute?

Werde ich, gleich wieder schlafen gehen. Meinen Kaffee trinke ich nachher mit dir. Dann werde ich mit einer ziemlich schlechten Laune (wie immer wenn ich mir die Nacht um die Ohren geschlagen habe) mit meinem Kerl einen schönen Nachmittag verbringen. Der morgige Tag wird nicht besser sein. Nur, dass ich dann versuche schon wieder früher wach zu sein. Wir werden sehn. Und du? Machst du etwas Schönes oder machst du dir ein kuscheliges Wochenende?

“Wenn du besonders ärgerlich und wütend bist, erinnere dich, dass das Leben nur einen Augenblick währt”

(Marc Aurel)

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