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Ist man denn nie zufrieden?

Das habe ich diese Woche wirklich mehrmals gedacht. Letzte Woche sind wir noch dahingeschmolzen und haben uns bitterböse beschwert, wie warm es ist. Diese Woche friert man sich den Hintern ab und ist auch wieder nicht zufrieden. Hab ich die Möglichkeit einen schönen Schal zu stricken, doch möchte dann aber wieder nicht alle Muster einarbeiten, schaue aber (neidvoll?) gespannt auf die werdenden Werke. Habe ich mir ein Essen bestellt, schaue ich missgünstig auf den Nachbarteller. Egal, was man hat, man möchte es dann doch anders. Ist der Mensch so gestrickt oder wird man dazu gemacht?
Diese Woche ist mir das öfter aufgefallen. Der Blick von dem Fahrradfahrer neben mir, der mein Fiets genau betrachtete. Die Frau im Kaufhaus, die der anderen Kundin auf den Stapel in ihrer Hand guckte und die Stirn in Falten zog. War es der Neid, dass die Andere eine bessere Beute hatte? Oder die Kritik, was die sich da wohl kauft?

Zufrieden?

Das ist es wohl auch, warum der Mensch Kriege führt. Guck mal, dem geht es vermeintlich besser als mir. Aber wenn sie es dann haben, ist es auch wieder nicht gut genug. Kaum besitzen sie es, wollen sie mehr. Und ich nehme mich dabei bestimmt nicht aus. Allerdings merke ich auch, dass ich langsam ein Stadium erreiche, in dem ich in mir selber ruhe und kaum noch neidisch gucke. Mir ist es egal, dass die eine Freundin sich unbedingt ein neues Handy kaufen muss oder die andere Freundin sich 4 Kilo Wolle zulegt. Problemlos gehe ich darüber hinweg, dass die Kolleginen ihren Urlaub in Asien buchen und freue mich eher daran, dass ich schon vor langer Zeit dort war und die Länder relativ unverdorben sah.

Ja, zufrieden!

Ja ich denke, ich bin zufrieden. Diese Woche habe ich mich nämlich zum Stricken getroffen (Was wäre ich ohne Nadelklappern und Kaffeetrinken!) Stricken macht übrigens glücklich und entspannt die Gedanken. Ich bin zufrieden, weil ich am Donnerstag meinen letzten Arbeitstag hatte und nun urlaube. Außerdem hatte ich ein vorzügliches Essen mit zwei Freundinnen, am selben Nachmittag. Ich habe diese Woche ein wenig genäht und meine Bücher sortiert. Ich habe mir Gedanken gemacht, was ich bei Astrid’s und Silvia’s Blogtour beisteuern kann. Es wäre das vierte Mal, dass ich daran teilnehme. Am Mittwoch zog es mich zu einer Runde joggen im Park. Das ist auch wieder eine bisschen Zufriedenheit. Und gestern, trafen wir uns mit Freunden zum Wein trinken.

Und wie zufrieden bist du diese Woche gewesen? Gehörst du zu den Neidvollen und bist niemalsnich glücklich mit dem was du hast? Oder würde dir ein winziges Tinyhouse reichen?

Zufriedenheit ist ein stiller Garten, in dem man sich ausruhen kann (Ernst Festl)

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