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Ach du liebes Lieschen

Das hat mein Großvater immer gesagt. Manchmal fällt mir dieser Satz einfach ein. Gerade vorgestern dachte ich diesen Satz sehr laut. Ich strickte gerade an dem Norweger Pulli, als mir auffiel, wie riesig der werden wird. Kastenförmig, wie sie in den Achtziger Jahren so typisch waren. Der Ärmelumfang belief sich auf 90 cm! Das ist schon richtig weit… Man könnte auch Fledermausärmel dazu sagen. Ich habe einige Zeit mit mir gehadert (auch so ein schönes altes Wort), ob ich nun doch wieder ribbeln soll oder nicht. Ich habe mich für Letzeres entschieden, und ach du liebes Lieschen, alles wieder aufgeräufelt. Gestern Abend, habe ich den zweiten Ärmel auf die richtige Länge gebracht und stricke nun einen Isländer mit Norwegischen Akzenten. Demnächst mehr.

Ach du liebes Lieschen, die Zweite

Kann ich nur sagen, weil eine Freundin richtige Probleme hatte, ihren Junior in der Kita abzuliefern. Der hatte nämlich eine Rotznase. Und eine Rotznase gehört ins Bett, oder zumindest nach Hause in die fürsorglichen Hände der Mutter (oder des Vaters). Damit das Monsterchen dann wieder in die Kita kann, nachdem die Rotznase abgeklungen ist, verlangen die Erzieher eine Gesundschreibung. Dazu gehe man am besten zu seinem Kinderarzt, bezahlt einen Obolus und nimmt dafür einen schwerwiegenden Durchfallerreger mit nach Hause! Ich weiß nicht, ob das der Sinn sein kann. Ich denke, dass man als Mutter sehr wohl entscheiden kann, ob das Kindchen wieder fit genug zum Spielen ist. Auf solche Mitbringsel vom Kinderarzt, mag man doch gerne verzichten. Obendrein behaupteten die Erzieher, sich in Medizin aus zu kennen und unterstelltem dem jungen Herren einen Stickhusten. (Womit wir wieder bei alten Wörtern wären. Das ist eine veraltete Bezeichnung für Keuchhusten, den das Kerlchen ganz sicher nicht hatte!)

Noch mehr Lieschen?

Ich habe nicht viel erlebt, diese Woche. Der Kerl hatte sich zwar Urlaub genommen, passend zu meinem, aber irgendwie haben wir nicht viel gemeinsam gemacht. Ein gemeinsames Projekt, war ein Katzenkratzbaum. Ein paar Stücke einer Birke und drei Bretter sind die Hauptakteure in diesem Schauerspiel (Eigenkreation). Normalerweise, würden wir das Ding innerhalb von 2-3 Stunden zusammenzimmern. Aber dieses Bäumchen hatte so seinen eigenen Kopf. So steht es nun und weigert sich das zu tun, wofür wir es erkoren haben.
Dafür hatte ich wieder einige Stricktreffen und nette Gespräche. Das Strickbeutelchen ist leider noch nicht bei der Besitzerin angekommen. Ich hoffe, es demnächst los zu werden. Vielleicht mache ich das heute noch schnell. Begeistert bin ich von dem Bienenbuch und fertig gelesen habe ich Sungs Laden. Ich würde mich übrigens sehr freuen, wenn ihr mich ein bisschen bei den Januarbüchern unterstützen könntet.
Nun übergebe ich dir den Stab und hoffe, du musstest nicht ebenfalls dauernd “Ach du liebes Lieschen!” ausrufen.


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