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Meine Freitagsblumen für Helgas Holunderbluetchen, sind aus dem Garten des Vaters. Ziemlich lange, gibt es diesen Strauch schon in unserem Garten. Und jedes Jahr blüht er noch mal so schön.

Mit der Schere, schnipp schnapp, ein paar Blüten gemopst. Ohne, das es einer gemerkt hat.

In der Schale auf dem Tisch, machen sie mir Freude, während es draußen kalt wie im Herbst ist.

Markttag… 

Ich schiebe wieder einmal mein Fahrrad durch die Menge. Manches mal warte ich, bis ich durch kann. Ich habe es ja nicht eilig. Selten kommt es vor, dass ich böse angeschaut werde. Es ist genug Platz zwischen den Ständen. Plötzlich bleibt ein griesgrämiger Alter vor mir stehen und will mir nicht aus dem Weg gehen. Ich bleibe natürlich auch stehen. Er sagt kein Wort, stellt sich nur breitbeinig hin und glotzt mich böse an. “Ditt is ja wohl ne Frechheit, mit dem Teil über den Markt zu latschen!”, kommt dann endlich aus seinem zusammengekniffenen Mund. Ich schaue ihn nur an und sage kein Wort. Finde, ich muss nichts sagen. Andere gehen schließlich mit ihrem Rollator oder Kinderwagen, über den Markt und nehmen viel mehr Platz weg. Ich zucke die Schultern und will an ihm vorbeischieben. Er aber stellt sich schwungvoll wieder in den Weg. “Okay, wie stellen sie sich das jetzt vor? Soll ich hier stehen bleiben und ein Hindernis spielen?” “Jetz würd die och noch frech!” “Sie können mich auch richtig ansprechen, ich stehe ja vor ihnen. Wenn sie mir aus dem Weg gehen würden,…” Inzwischen ist schon die Frau des Griesgrams aufgetaucht und hat ihn am Arm gezogen. “Nu komm schon, oller Sack! Jedesmal musste son Uffstand machen. Ick jeh mit dir nich mehr aussem Haus. Kannste sehn wo de bleebst!” Sprachs und zog ihn am Arm mit sich. Ich glaube ich habe Glück gehabt. Bestimmt hätte der den Markt zusammengepöbelt… Beim Eiermann dann die Aussage, das der jedesmal so einen Aufriss macht.

Ich wünsche dir ein schönes Wochenende, vielleicht sehen wir uns ja morgen beim Samstagsplausch.