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U-Bahnhof Dahlem Dorf

Auch dieser Bahnhof liegt in einer Senke. Also die Schienen, nicht die Empfangshalle. 1913 wurde dieser Bahnhof fertig gestellt und die Architekten Friedrich und Wilhelm Hennings, hatten die Aufgabe, den Bahnhof der ländlichen Umgebung anzupassen, so soll es der Kaiser Wilhelm II angeordnet haben. Denn gleich gegenüber liegt meine geliebte Domäne Dahlem, von der ich schon öfter erzählt habe.
Das Dach ist mit Reet gedeckt, wie es an den Küsten üblich ist. Tragischer Weise, ist der Bahnhof in den achtziger Jahren abgebrannt und erst nach langen Diskussionen wieder nach den alten Plänen aufgebaut worden. 2012 fing das Dach wieder Feuer und brannte ab. Jetzt ist das Dach mit Kunststoffreet gedeckt. Und wenn man es nicht weiß, merkst du es gar nicht. 
Komm wir gehen mal hinein. Als erstes staune ich über die hübsche Holzdecke. Ein geflügeltes Rad hängt direkt darunter. Ein Symbol für die Eisenbahn. 

Auf den schwarzweiß Bildern mutet auch dieser Bahnhof an, als würde ich eine Zeitreisen machen. In dem Vorraum befindet sich heute, wie fast auf jedem Bahnhof, eine Bäckerei. Damals waren da die Fahrkartenverkäufer untergebracht. Auf einem Schild gegenüber, habe ich die alten Fahrpreise entdeckt. 

Bis zum Alexanderplatz hat man in der 2. Klasse 30 Pfennige bezahlt und ist 33 Minuten unterwegs gewesen. Du hättest auch 3. Klasse fahren können, dann war es günstiger. 
Das Treppenhaus ist eher etwas langweilig. Und auch der Bahnsteig hat keine besonderen Highlights. Nur das Dach ist wieder ganz hübsch gemacht. 

In Erwartung auf den Zug, habe ich mal einen Blick vom Ende des Bahnsteigs geworfen. Da bekommt man glatt Urlaubsstimmung. 

Ich hoffe, dir hat meine kleine Zeitreise Spaß gemacht. Wenn du den Schwarzweißblick magst, findest du bei Frauke noch mehr. 
Andrea
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