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Schwarzweißblick auf berliner U-Bahnhöfe {II}

10.05.2016 | Berlin/Umland

U-Bahnhof Dahlem Dorf

Auch dieser Bahnhof liegt in einer Senke. Also die Schienen, nicht die Empfangshalle. 1913 wurde dieser Bahnhof fertig gestellt und die Architekten Friedrich und Wilhelm Hennings, hatten die Aufgabe, den Bahnhof der ländlichen Umgebung anzupassen, so soll es der Kaiser Wilhelm II angeordnet haben. Denn gleich gegenüber liegt meine geliebte Domäne Dahlem, von der ich schon öfter erzählt habe.
Das Dach ist mit Reet gedeckt, wie es an den Küsten üblich ist. Tragischer Weise, ist der Bahnhof in den achtziger Jahren abgebrannt und erst nach langen Diskussionen wieder nach den alten Plänen aufgebaut worden. 2012 fing das Dach wieder Feuer und brannte ab. Jetzt ist das Dach mit Kunststoffreet gedeckt. Und wenn man es nicht weiß, merkst du es gar nicht. 
Komm wir gehen mal hinein. Als erstes staune ich über die hübsche Holzdecke. Ein geflügeltes Rad hängt direkt darunter. Ein Symbol für die Eisenbahn. 

Auf den schwarzweiß Bildern mutet auch dieser Bahnhof an, als würde ich eine Zeitreisen machen. In dem Vorraum befindet sich heute, wie fast auf jedem Bahnhof, eine Bäckerei. Damals waren da die Fahrkartenverkäufer untergebracht. Auf einem Schild gegenüber, habe ich die alten Fahrpreise entdeckt. 

Bis zum Alexanderplatz hat man in der 2. Klasse 30 Pfennige bezahlt und ist 33 Minuten unterwegs gewesen. Du hättest auch 3. Klasse fahren können, dann war es günstiger. 
Das Treppenhaus ist eher etwas langweilig. Und auch der Bahnsteig hat keine besonderen Highlights. Nur das Dach ist wieder ganz hübsch gemacht. 

In Erwartung auf den Zug, habe ich mal einen Blick vom Ende des Bahnsteigs geworfen. Da bekommt man glatt Urlaubsstimmung. 

Ich hoffe, dir hat meine kleine Zeitreise Spaß gemacht. Wenn du den Schwarzweißblick magst, findest du bei Frauke noch mehr. 
Andrea

12 Kommentare

  1. Jaelle Katz

    Wunderschön… Könnten das nicht auch heutige Stadtplaner so schön planen und bauen…
    Viele Grüße
    Jaelle Katz

    Antworten
  2. fim works Frauke - it's me!

    Wie viele Facetten Berlin doch hat!
    Ein schöner Bahnhof, ich hätte ihn sonstwo, aber nicht in Berlin vermutet. Eine tolle Schwarzweißserie!

    Die Wolllieferanten lieben dich bestimmt auch 😉
    Käääääääääääääsekuchen! Den könnte ich auch mal wieder vertragen!

    Bis morgen & liebste Grüße … Frauke

    Antworten
  3. Katala

    Ich war zwar schon ein paar Mal in Dahlem, aber diesen schönen Bahnhof habe ich nie gesehen. Das kommt davon, wenn man immer mit dem Auto fährt.
    Lieben Gruß
    Katala

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  4. kaffeekraenzchen_ mit _grinsekatze

    Hach ja Dahlem. 🙂 Dort bin ich täglich und ich freue mich immer wieder über den schönen Bahnhof und das Beet davor mit den hübschen Blumen. Man fühlt sich dort fast wie in alten Zeiten, ganz gemütlich.
    Liebe Grüße,
    Alice

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  5. Kirsten R.

    Sehr beeindruckende und stimmungsvolle Fotos sind dir da gelungen, liebe Andrea!
    Der alte Bahnhof hat aber auch eine tragische Geschichte mit den vielen Bränden und wenn es hilft, finde ich Plastikreet völlig Okay!
    Beste Grüße,
    Kirsten

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  6. Vabelhaft

    Hallo Andrea,
    das ist ja mal eine tolle Aktion. Ich liebe altertümliche Gemäuer und ihre Geschichten.
    Hoffentlich findest du noch ganz viele solcher tollen Orte.
    Hab noch einen schönen Abend, deine Frau Vabelhaft

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  7. Birgitt

    …toll, dass er so gut erhalten ist, liebe Andrea,
    dieser Bahnhof…und sogar die alte Preisliste…ich bin als Kind in Leipzig auch noch für nen Groschen mit der Straßenbahn zur Kirche gefahren…oder bin die vier Haltestellen gelaufen und habe für das Fahrgeld eine Kugel Eis gegessen…schöne Erinnerungen,

    liebe Grüße
    Birgitt

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  8. maritabw macht's möglich

    Liebe Andrea,
    tolle Fotos sind das, sie gefallen mir sehr gut. Bin ganz begeistert von der kleinen Zeitreise.

    LG Marita

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  9. jahreszeitenbriefe

    Kaum zu glauben, dass das Berlin ist. ;-). Eben auch Berlin, schön! Ich war noch nie dort… Berlin ist für ein Leben einfach zu groß… Liebe Grüße Ghislana

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  10. Astrid Ka

    Der Herr K. bedankt sich. War für ihn auch eine Zeitreise zurück in die Zeit des Mauerbaus, als er in Berlin studierte. 1967 hat er in Dahem gewohnt…
    LG
    Astrid

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