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Sieben Fehler {Samstagsplausch 29/26}

18.07.2026 | Samstagsplausch

Sieben Fehler, habe ich mindestens in meinem Strickstück. Natürlich nur, wenn es groß ist, ein Pullover, eine Jacke ein großes Tuch. Sieben Fehler muss ich einarbeiten, denn nur dann sind die Strickstücke magisch. Kleinere Teile bekommen nur drei Fehler, damit auch sie einen magischen Anteil haben.

Sieben Fehler und viel Magie

Vielleicht ist das Aberglaube, aber wenn ich stricke, mache ich bestimmt immer wieder kleine Fehler, die ich mal mehr mal weniger einfach überspringe, verdecke oder erst am Ende sehe. Ich muss einfach kleine Fehler einbauen, damit das Strickstück auch wirklich meins ist und damit ich es auch wiederfinde. Ein kleines bisschen Magie muss halt immer sein. Was meinst du, wenn man den Fehler am Ende gar nicht sieht, muss man dann wieder alles aufribbeln? Mein innerer Stricknerd schüttelt den Kopf. Ne, dass kann so bleiben. Nur wenn ich das Teil am Ende gar nicht anziehe, nicht verschenken möchte und es einfach nur im Schrank verschwindet, dann muss ich mir etwas einfallen lassen.

Auf meiner Arbeitsplatte liegt in einem Mottenfesten Beutel fest verpackt ein Shirt, welches ich vor zwei Jahren gestrickt habe. Die Wolle ist so schön und die Fehler halten sich wirklich in Grenzen. Aber ich kann das Teilchen nicht anziehen, Ich sehe darin aus wie ein Schluck Wasser (hätte meine Oma gesagt). Immer wieder schaue ich mir den Beutel an und ich stelle fest, die Magie ist verloren. Ich muss das Teilchen ribbeln. Ich muss daraus etwas machen, dass ich auch tragen möchte. Gleich hole ich es und werde sehen, was ich damit mache. Vermutlich werde ich einen Faden am Bauch einziehen und es bis dorthin aufribbeln. Weg mit dem falschen Anfang. Ich werde weiter berichten!

Wachstum und Speckfalten

Ich danke dir sehr für deine wundervollen Glückwünsche zum Omawerden. Die Monster haben jeden einzelnen Kommentar gelesen und sich riesig gefreut. Das Minimonster hat schon 200 Gramm mehr als nach der Geburt und ist ein wirklicher Sonnenschein. Es bekommt schon Speckfalten, auch wenn sie noch etwas Minispecki sind. Da das Monstermädchen direkt nach der Geburt wieder nach Hause gefahren wurde, konnten sie sich auch komplett zum Wochenbett zu Hause einmuckeln. Und das machen sie auch. Körperkontakt, so viel wie geht. Mamamonster wie Papamonster. Sie machen das wirklich ganz zauberhaft. Ich war selber einige Male dort um die junge Familie mit Nahrungsmitteln zu versorgen. Auch die Monsterpapamama und -papa, waren da, haben sich ebenfalls gekümmert. Damals, als meine Monster auf die Welt kamen, da war noch alles ganz anders. …

Wann verarbeitest du Magie? Mit sieben Fehler, nur mit dreien? Muss deine Arbeit immer perfekt sein? Oder darf es ein Makel haben?

Alles, absolut alles auf dieser Erde hat einen Sinn, und selbst die kleinsten Dinge sind es wert, dass wir sie beachten.

Paulo Coelho aus „Die Hexe von Portobello“

 

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9 Kommentare

  1. illy

    Moin..
    ich bin bei meinen Stricksachen eher weniger fehlertolerant.. da wird geribbelt oder sich ewig geärgert.. also lieber ribbeln.
    Meine Macke ist eher, dass ich beim Vernähen immer einen Faden vegesse abzuschneiden. Bei Pullis jedenfalls. Egal wie oft ich nachgucke… Wenn ich den Pulli nachher trage friemelt sich immer mindestens 1 nicht abgeschnittener Faden hervor. Versteh wer will.
    Einen wunderbaren Sonntag wünscht
    illy

    Antworten
  2. Carolyn Flickensalat

    Hallo Andrea,
    bei mir selbst leide ich furchtbar unter Perfektionismus. Wenn etwas nicht perfekt ist, ist es schlecht und einen Fehler, den wahrscheinlich nur ich sehe und niemand anderes muss ich korrigieren – daher trenne und ribbel ich alles was einen Fehler hat wieder auf. Selbst Socken stricke ich exakt 1:1 im Muster, auch wenn ich z. B. Verlaufs- oder Mustergarn dafür dreimal hin und her wickeln muss. Manchmal ärgert mich, dass ich nicht drüber hinwegsehen kann, aber ich bin nun knapp vor 60 und werde mich in diesem Punkt wohl nicht mehr ändern.
    Wie schön, dass sich die jungen Eltern so viel Zeit für ihren Nachwuchs nehmen können. Das ist wichtig und stärkt die Bindung ungemein.
    Liebe Grüße Carolyn

    Antworten
  3. by.edith.m

    Liebe Andrea,
    so schön, dass du bei deinen Enkeln so teilhaben kannst. Das ist eine wunderschöne Zeit.
    Ich versuche fehlerfrei zu stricken und zu häkeln. Manchmal passiert ein Fehler und wenn die Wolle es zulässt, dann trenne ich es auf.
    Hab einen schönen Samstag und liebe Grüessli
    Edith

    Antworten
  4. Loni

    Liebe Andrea,
    ich mache auf keinen Fall – nie nie – Fehler beim Stricken, denn ich kann gar nicht stricken ;-)))) Die zwei Nadeln sind nicht meins, eher liebe ich es, zu Häkeln – aber auch hier absoluter Anfänger. Bin aber beim Häkeln der Typ „doch lieber nochmal aufribbeln, bevor ich einen Fehler einarbeite ;-)“

    Dir und Deinen Lieben wünsche ich ein kuscheliges Wochenende,
    herzliche Grüße sendet
    Loni xx

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  5. Karin Be

    Wunderbar, die Zeit mit einem neuen Lieblingsmenschen, und schön, wie ihr Eltern daran teilhaben dürft und könnt!
    Bei Strickwerken bin ich eher pingelig. Da wird schnell aufgeribbelt, das letzte gleich nach der Anprobe. Inzwischen habe ich noch einmal dran gesessen und den Bund verlängert. Jetzt darf es magisch werden, denn es passt, gefällt und hat einen passenden, klitzekleinen Fehler.
    Patchworkdecken ohne einen Fehler? Das geht garnicht. Glücklicherweise bauen sich in die Fülle der zusammengenähten Teile immer welche ein.
    Eine schönes Wochenende und viele liebe Grüße
    Karin

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  6. Regula

    Bei Stricksachen am liebsten keine Fehler. Fehler, die ich sehe, auch wenn sonst niemand, mache ich immer auf. Tja. Bei Patchwork baue ich wie die Amish einen Fehler ein.Liebe Grüsse von Regula

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  7. Astrid Kahmen

    Ich freue mich, dass ihr so viel Anteil nehmen könnt an dem kleinen Wunder! Weiterhin alles Gute!
    🩵lich
    Astrid

    Antworten
  8. Mira

    Guten Morgen liebe Andrea,
    sieben Fehler? Das ist allerdings magisch. Es gibt in Japan auch so eine Kunstrichtung, da werden in Töpferwaren absichtlich Fehler eingefügt, damit die Teile authentisch sind. Ich finde auch, handgestrickte Teile dürfen durchaus Fehler haben… bei anderen. Mir selbst lasse ich Fehler nicht durchgehen, wenn ich sie einmal entdeckt habe. Blöd, oder? Was ich wahrscheinlich nicht korrigieren würde, wenn in Streifenmustern ein Streifen zu breit oder zu schmal wäre. Woran ich mich tatsächlich inzwischen gewöhnt habe, wenn bei gemusterten Socken der Rapport nicht genau aufeinander passt. Was gar nicht geht, sind zum Beispiel geknickte Raglanlinien.
    Auf dein Strickteil, das seine Magie verloren hat und das du deshalb verändern wirst, bin ich schon sehr neugierig.
    Feine Wochenendgrüße
    von Mira

    Antworten
  9. Carina

    Na rate, wie viele Fehler ich zulassen kann 🙃 …
    Tatsächlich nicht einen. Sofort meckert der Monk.
    Über Dein Top müssen wir reden – das habe ich gar nicht (mehr) auf dem Schirm.

    Antworten

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