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Von den Monstern {Samstagsplausch 11/26}

14.03.2026 | Samstagsplausch

Ich will dir von den Monstern erzählen. Als meine Kinder auf die Welt kamen da waren sie für mich kleine Monster, die mir den Schlaf raubten, mich aussogen, mir die Haare vom Kopf fraßen (das sagte mein Großvater auch meiner Schwester und mir nach), meinen Geldbeutel schrumpfen ließen und mir meine Me-Time stahlen. Sie waren einfach kleine Monster. Aber ich liebte all das sehr und ich hätte gerne noch mehr Monster in diese Welt gesetzt.

Von den Monstern

Als Schulkinder waren sie dann anders anstrengend aber man fand immer wieder spannende Augenblicke, die mir gezeigt haben, dass wir auf einem guten Weg waren. Sie wuchsen heran, stellten die Welt immer wieder infrage, testeten ihre Grenzen aus und blieben einfach meine Monster. Immer wieder haben wir unsere Tanzbereiche ausgelotet und eines Tages waren sie sozusagen erwachsen. Aber immer noch waren sie meine Monster. Nicht immer war alles so richtig, was sie taten, aber sie suchten sich einen guten Weg. Sie fanden Monster, die ihnen ähnlich waren und verabschiedeten sich auch wieder von eben diesen. Doch gestern bin ich wach geworden und fand, das aus meinen Monstern eine Kriegerin und ein starker aber friedlicher Ritter geworden waren. Ihre Begleiter sind ihnen gute Seelen, die sie stärken und trösten. Und nun ist es an der Zeit, dass ich sie nicht mehr Monster nennen möchte! Sie sollen ihre eigenen Monster erschaffen und zusehen, dass diese zu wunderbaren Wesen werden können, die das Leben bereichern. ❤️

Friedliche Monster

Wie bin ich eigentlich darauf gekommen meine Kinder Monster zu nennen? Als das Monstermädchen auf die Welt kam, gab es schon ein kleines Monster in der Familie. Bei meiner Schwester im Kinderzimmer gab es schon frühzeitig eine Kiste mit Bilderbüchern für ihren eigenen Monsterjungen. Darunter befand sich ein Buch, das mich immer wieder fasziniert hat: Wo die wilden Kerle wohnen. Das habe ich meinen Monstern auch gerne vorgelesen. Und bei dieser Gelegenheit frage ich mich, wohin dieses Buch wohl verschwunden ist … Aber auch sonst fand ich, dass die Bücher zur Zeit unserer Monster irgendwie monstiger waren.
Mit meiner Schwester zusammen haben wir mit den Nachwuchskünstlern gerne lustige Sachen gemacht und sind auf Entdeckungsreisen gegangen, haben Ausflüge gemacht und wilde Geschichten erzählt. Vielleicht haben aus all diesen Gründen die Kinder den Beinamen Monster erhalten.

Meine Woche

War vielleicht ein bisschen langweilig, oder auch nicht. Spazieren gehen mit dem Hund, Arzttermine, Treffen mit der Tochter um im Kino die Progressiven Nostalgiker zu schauen (Kann man sich ab Ende April bei 3Sat in der Mediathek anschauen). In der letzten Zeit habe ich versucht mal meinen Lesestapel etwas zu reduzieren. Klappt nur mäßig! Dann war es mir wichtig zu meiner Freundin zu fahren und mal ein bisschen zu quatschen. Zwischendurch musste ich mal wieder Geld verdienen gehen, was mir nicht gut bekommen ist, denn da ist einiges los. Kennt jemand eine Krankenschwester -Pfleger, der sich auf eine Kardiologie in Berlin verändern möchte? Wir würden uns über neues Personal mächtig freuen! Das Team ist auch echt cool. Vielleicht gehe ich heute alleine ins Kino und morgen weiß ich noch nicht was wird. Ich habe da gerade ein Strickprojekt im Kopf und noch nicht auf den Nadeln. Ach ich habe einfach nicht genug Stunden übrig!

Jetzt wieder zu dir: Hatten deine Kinder „Kosenamen“ oder vielleicht weißt du, warum deine Eltern dir deinen Spitznamen gaben. Was hältst du davon seinen Kindern einen solchen Spitznamen wie Monster zu geben? Oder bist du Team Immer den echten Namen nennen?

Du kannst deinen Kindern deine Liebe geben, nicht aber deine Gedanken. Sie haben ihre eigenen

 (Khalil Gibran)

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18 Kommentare

  1. Rosi

    hihi..
    sehr schön geschrieben..
    ja.. anstrengend war es schon..
    bei mir waren es vier innerhalb von 5 Jahren
    und später noch ein Nachzügler
    Spitznamen entwickelten sich eher aus den Vornamen
    aus Gabi wurde ein Gäbelchen
    aus Sabine ein Bienchen
    aus Hannelore ein Hänneschen
    nur die vierte bekam einen ganz anderen .. sie war das Fünzchen 😉 (oder später auch Bibi )
    es war allerdings mein Mann der die Spitznamen prägte
    die Jüngste bekam dann keinen mehr
    sie hatte auch keinen Namen der sich verbiegen ließ
    liebe Grüße
    Rosi

    Antworten
  2. Mesalunita

    Wir nennen die Kids eigentlich meist beim richtigen bzw. abgekürzten Spitznamen. Direkt ein anderes Wort für sie haben wir nicht. Außer wenn sie Blödsinn angestellt haben, dann sag ich immer mal noch einen spaßigen Spitznamen, aber sonst eigentlich nicht.
    Aber schon süß, wie du deine Monster so beschrieben hast.
    Liebe Grüße

    Antworten
  3. Anita

    Sehr nett, deine Anekdote über die Monster. Ungeboren hieß unser Sohn „der kleine Butz“ und im Kleinkindalter und auch jetzt noch oft das „Goldstück“ oder das „Lieblingskind“ (wir haben leider nur eins, das dazu nur am Rande). Über „Goldstück“ hat Junior mal sehr geweint, er fand es ganz schrecklich, ein metallenes Stück zu sein und er wollte dann nicht mehr so genannt werden. Ach ja, „Hasi“ oder „Butzibär“ sage ich oft auch zu Mann und Kind, was gerne zu Verwechslungen aller Art führt. 😀
    Schöne Sonntagsgrüße
    Anita

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  4. heldendervorzeit

    Wir nutzen sowohl die echten Namen als auch alle möglichen und unmöglichen Spitznamen, manche gefallen den Kindern, manche nicht…
    Ich finde es nett, dass du deine Kinder Monster nennst, aber auch cool, zu beschließen, dass es jetzt damit reicht.

    Für deine Arbeit hoffe ich, dass ihr bald gute Verstärkung bekommt.
    Liebe Grüße
    Nanni

    Antworten
  5. Nähkäschtle

    Mein Sohn hat einen sehr kurzen Namen und den nutzen wir auch. Aber das Buch kenne ich auch. Toll, wenn die beiden jetzt sie selbst sind (aber ich finde kleine Monster nett). LG Ingrid

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    • Anita

      Hihihi, unser Sohn trägt auch einen Namen, der sich nicht abkürzen lässt. Eigentlich.. Denn wir hängen also Koseform gerne mal noch Buchstaben dran. 😉

      Antworten
  6. Conny

    Hallo Andrea,
    als du von den „Monster-Kindern“ erzählt hast, habe ich gleich an das „Wilde Kerle“ Kinderbuch gedacht. Meine Söhne möchten das Buch allerdings nicht, obwohl ich es ganz witzig fand. „Robbi Tobbi und das Fliewatüt“ habe ich oft vorlesen müssen. Es waren Techniker und Erfinder.
    Heute sind sie erwachsen und mir über den Kopf gewachsen, einmal habe ich mitbekommen das einer den anderen „Oger“ nennt. ???
    Ein Oger ist ein legendärer Unhold, der in Mythologie, Folklore und Fiktion auf der ganzen Welt vorkommt. Sie werden oft dargestellt als große, abscheuliche, menschenähnliche Wesen, die gewöhnliche Menschen fressen, insbesondere Kinder.
    Meine Freundin hat ihre Tochter Gudrun genannt, als sie 12 Jahre war, fand sie den Namen so furchtbar, das sie ihre Eltern genervt hat, und sich offiziell nun „Runa“ nennen darf. Namensänderung aufwendig kostenpflichtig.
    Ob sie jetzt damit glücklicher ist, weiß ich nicht.
    Ich wurde als Kind „Nina“ genannt, und in der Schule habe ich nicht reagiert als mich der Lehrer Cornelia gerufen hat, wer sollte das sein?
    Ist alles schon lang her.
    Namen sind Schall und Rauch sagt man.
    Monsterkinder ist auf jeden Fall liebevoll verständnisvoll gemeint.
    Es gibt auch noch das Bilderbuch mit dem „Grüffelo“ Monster.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Gr%C3%BCffelo
    das kommt wohl auch gut bei kleinen Kindern an.
    Die Idee zum Buch basiert lose auf dem chinesischen Volksmärchen Der Fuchs und der Tiger.
    Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende mit viel Zeit für Dich und zum Stricken.
    Liebe Grüße von Conny

    Antworten
  7. Karin Be

    Der Sammelbegriff der Kinder meiner Freundin und mir war „die Knödel“, immer in Bewegung, wegkullernd, zwischen die Beine, querfeldein, oft nicht zu greifen, … immer Unfug im Kopf.
    Das verlief sich dann im Grundschulalter.
    Dieses Buch fehlt in meiner Bilderbuch-Sammlung, doch es sind reichlich andere zum Anschauen und Vorlesen mit meinem jüngsten Lieblingsmenschlein vorhanden.
    Ich drücke die Daumen, dass ihr im Team Verstärkung findet. Meine Nichte, die jenseits des kleinen Teichs als Krankenschwester arbeitet, hoffe ich immer noch hierher zu locken. Die Arbeitsbedingungen in UK sind auch nicht einfach, die Bezahlung nicht besonders und hier entsteht ein neues Klinikum.
    Ein schönes Wochenende, mit vielen lieben Grüßen
    Karin

    Antworten
  8. nina wippsteerts

    manchmal verschwinden Kindersachen einfach 😉 aber das Buch gibt es ja immer noch, wenn Du es wieder is Regal stellen magst. Es wurde schon mir als Kind und dann meinen Kindern vorgelesen. Und ich finde es nicht schlimm, dass Du Deine Kinder Monster nennst/genannt hast. 😉 Manchmal sind sie das auch und es ist ja liebevoll gemeint!
    Ich hoffe, es kommt im Beruflichen Verstärkung.
    Liebe Wochenendgrüße
    Nina

    Antworten
  9. Britta

    Hallo Andrea,

    Kosenamen hatten meine Kinder nie. Besondere Namen bekamen sie erst, als ich anfing über sie auf meinem Blog zu schreiben und auch da passte ich ihre Namen ihren Entwicklungen an. Aus dem Novemberkind wurde die Novembertochter und seit einiger Zeit die Mitbewohnerin.

    Liebe Grüße
    Britta

    Antworten
  10. Regula

    Ich habe meine Jungen immer bei ihrem Namen genannt. Die Spitznamen kriegten sie von Kollegen. Tja, so ist das halt.

    „Wo die wilden Kerle wohnen“, war auch in unserem Haushalt vorhanden. 🙂

    Liebe Grüsse von Regula

    Antworten
  11. Catrin

    Du hast das so schön beschrieben mit deinen Monstern. Dein Beitrag gefällt mir super.
    Ein schönes Wochenende wünscht Catrin.

    Antworten
  12. Gabi

    Moin Andrea,
    so ein kleines Monster steckt wohl in uns Allen, oder….hihihi
    – mein Großer wurde mit der Kurzkoseform seines Vornamen gerufen und der kleine Bruder war von Anfang an der Frosch…
    Viel Spaß bei Allem was du so anstellst und pass gut auf dich auf
    Schönes Wochenende und liebe Grüße zu dir
    Gabi

    Antworten
  13. Loni

    Guten Morgen liebe Andrea,
    da wir ja ein deutsch-englischer Haushalt waren (mein 1. Mann und ich sind seit über 10 Jahren schon geschieden) und immer schon ein bisschen bekloppt, hieß unser Sohne (Nicholas) irgendwann nur noch „Nick the Brick“…. er hat für sein Leben gern Türme & Gebäude gebaut, ob mit Bauklötzen oder aus Lego… lach! Den Namen hat er heute noch oft mit einem Augenzwinkern, wenn wir uns wiedersehen. Nee, auf keinen Fall bin ich die Sorte „nur den richtigen Namen nutzen“ – meine bessere Hälfte und ich geben uns oft absichtlich gegenseitig richtig schlimme und peinliche Namen, die darf ich hier gar nicht aufzählen ;-)))))) „Monster“ find ich auch richtig gut und passend, denn genau so habe ich die ersten Jahre auch empfunden ;-)))
    Hab ein schönes Wochenende,
    ganz liebe Grüße sendet Dir
    Loni xx

    Antworten
    • nealich

      Liebe Andrea, so eine liebe Monstergeschichte… Das Buch der wilden Kerle mochte ich nicht so, aber die Variante als Hörbuch von Dave Eggers und von Dietmar Bär gelesen, wunderbar!
      Liebe Grüße an Dich von Katrin

      Antworten
  14. Mira

    Hihi, Monster. Ich habe mich so sehr daran gewöhnt, dass du deine Kinder Monster nennst, dass dieses Wort sich wie ein Eigenname anfühlt und ich die eigentliche Bedeutung vergessen habe. So war es auch bei einer langjährigen Freundin, die übrigens auch in Berlin wohnt. Mit ihr gemeinsam nannten wir unsere Kinder die Missratenen. Und natürlich waren sie genausowenig missraten, wie deine Kinder Monster sind. Sie heißen eben einfach so.
    Ich wünsche dir ein erholsames Wochenende. Lesen ist immer gut.
    Liebe Grüße
    Mira

    Antworten
  15. Astridka

    Jetzt habe ich nen Schimmer von ner Ahnung, weshalb du deine Kinder so nennst… das Meinige hatte immer nur (?) seinen Namen und war nie ein wilder Kerl, obwohl das Buch auch schon aus meiner kinderlosen Vorzeit in meinem Bestand war ( ich sammle bis heute Kinderbücher ). Einen Spitznamen haben bei mir nur die beiden Ms, meine geliebten Enkelinnen. Spitznamen sind in meiner Familie absolut unüblich, aber in seinen letzten Jahren bekam der Herr K. auch einen von mir verpasst, eher ein Kosenamen.
    Ich wünschte dir und deinem Team unbedingt Verstärkung, denn mit dir zu arbeiten, stelle ich mir gut vor.
    Alles Liebe!
    Astrid

    Antworten
  16. Carmen

    Hallo Andrea,
    nein „Monster“ nannte ich sie nicht aber es gibt andere Spitznamen.
    Das Kinderbuch hatten wir auch…und vielleicht steht es bei der Vita Buecherboerse im Regal…einfach Mal schauen…und ansonsten hoffen wir,dass wir uns bald wiedersehen…
    Happy knitting
    Carmen 😉🐑🧶

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