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Weltfrauentag {Samstagsplausch 10/26}

07.03.2026 | Samstagsplausch

Weltfrauentag! Der ist morgen und weißt du auch, warum der gefeiert wird? Und wer sich den ausgedacht hat? Hast du Lust auf ein bisschen Geschichte?

Weltfrauentag

Im August 1910 schlug Clara Zetkin auf der Zweiten Internationalen sozialistischen Frauenkonferenz vor einen Weltfrauentag zu einzuführen. Die Idee dazu hatten die amerikanischen Frauen 1908 schon, die sich allerdings einen besonderen nationalen Kampftag für das Frauenstimmrecht gewünscht haben. Der erste Frauentag in den USA fand am 28. Februar 1909 statt und war ein Erfolg. Vor allem auch weil sich die bürgerlichen Suffragetten den Forderungen nach dem Frauenwahlrecht anschlossen haben und mit den Sozialistinnen gemeinsam auf die Straße gegangen sind. Clara Zetkin und Käthe Duncker setzten sich tatsächlich durch.
Es ging in den ersten Jahren bevorzugt um das Frauenwahlrecht. 1917 wurde der 8. März dann zum Weltfrauentag und nach dem ersten Weltkrieg wieder in den Boden gestampft. Was aber Zetkin nicht so stehen lassen konnte und versuchte diesen Tag wieder einführen zu lassen. Erst 1926 kam es wieder dazu, dass am 8. März der Frauentag begangen wurde.

1933 bis 1945 war der Frauentag dann verboten, da es ein sozialistischer Feiertag war und man erfand stattdessen den Muttertag. Passte damals wohl auch besser (den Herren) in den Kram. Doch immer noch, wenn auch nur still und heimlich wurde der Frauen-Feiertag begangen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der WFT zwischen den deutschen Völkern unterschiedlich begangen. Während er in der DDR war es eine sozialistische Veranstaltung. Im Westen verebbte dieser Feiertag immer mehr und erst als die Mauern sich öffneten, wurde es zu einem (wieder) besonderen Tag der Frauenbewegung.

So, und wenn dir das jetzt zu kurz und knapp war, dann musst du eben selber nach der Geschichte suchen. Ist schon echt spannend. Vieles wusste ich nicht. Für mich ist der 8. März ein besonderer Frauentag und ich feiere ihn jedes Jahr auf meine eigenen Art. Und manchmal lade ich mir auch Gäste dazu ein. So wie dieses Jahr. Allerdings gehen wir nicht demonstrieren, aber wir werden die Frauen ehren.

Meine Woche war ausgesprochen unterhaltsam

Und anstrengend. Eigentlich war ich jeden Tag unterwegs und gestern habe ich dann gemerkt, dass ich unbedingt einen Tag für mich gebraucht habe. Ich war bei meiner Zahnärztin, die immer noch mit meinen Wurzelkanälen kämpft. Ich muss da irgendwie eine absonderliche Wurzel haben. Im April ist der hoffentlich Spuk endlich vorbei! Am Mittwoch bekam mein Autochen ein neues Glasdach. Auf der Autobahn ist mir ein Stein auf das Dach geknallt und ein Löchlein störte den Durchblick. Zum Glück gibt es da eine Werkstatt, die sich ausschließlich um Steinschläge kümmert. Das Dach musste komplett getauscht werden … Dafür bin ich an diesem Tag 20.300 Schritte gelaufen und habe mindestens drei lange Telefonate geführt. Am Donnerstag war ich mit der Mutter beim Arzt und weil so schönes Wetter war, haben wir uns mit dem Monstermädchen zusammen noch eine leckere Torte gegönnt.

Ich hoffe, du hast morgen einen tollen Weltfrauentag und denkst auch ein bisschen daran, warum dieser irgendwann einmal entstanden ist und welche Vorteile wir darüber inzwischen genießen dürfen. Natürlich ist das längst nicht genug und wir Frauen hätten da noch viel mehr was uns zustehen müsste. (Und manchmal zuckt eben doch meine rebellische Seite …)

Frauen sind erst dann erfolgreich, wenn niemand mehr überrascht ist, dass sie erfolgreich sind

(Emmeline Pankhurst)

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2 Kommentare

  1. Ursula

    und doch sind immer noch viele Frauen weit entfernt von irgendwelchen Fortschritten, selbst in unserem Land. Und Astrid sagt es greise machtgeile Egos.
    Gute Besserung mit Deinem Zahn, ja eine langwierige Geschichte so ne Wurzelbehandlung und dann hat es mich doch den Zahn gekostet.
    Liebe Grüße Uschi
    aus dem frühlingshaften sonnigen Süden

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  2. Astrid Kahmen

    Ja, es ist leider immer noch nicht gut, die Situation der Frauen, die doch die zweite Hälfte des Himmels sein sollten, so damals die chinesischen Kommunisten. Noch mal intensiv an Elisabeth Selbert gedacht, alldieweil die Schule der Tochter nach der „Schöpferin“des Artikel 3 unserer Verfassung am Donnerstag benannt wurde. Wir stehen ja immer noch dumm da, wenn so machtgeile, greise Egos die Welt ins Unglück stürzen und die Superreichen diese zu ihren Gunsten umgestalten ( da sind wir als Gebärmaschinen oder Lustobjekte gut genug, siehe Musk oder Epstein & Co ). Eigentlich wollte ich jetzt gar nicht gehässig werden angesichts deiner Betrachtungen, denn ich kann ganz schön mein Ding alleine machen. Aber mir ist unsere Welt nicht egal.
    Liebe Grüße nach Berlin!
    Astrid

    Antworten

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