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Indigo-girl-tuch aus Glitzerwolle von Schachenmayr

Indigo-Girl-Tuch

Jetzt stellst du dir sicherlich ein wunderschönes Indigo-blaues Tuch, um den Hals eines hübschen, jungen Mädchen vor. Hübsches Tuch, stimmt. Blau, weit gefehlt. Und auch mit dem jungen Mädchen kann ich nicht dienen. Mein Tuch ist altrosa und hängt an einem mega großen Gartentor

Mit Indigo, hat das nichts zu tun. Ich habe die Wolle gespendet bekommen. Und eigentlich war der Plan, dass 3 Frauen, mit der fast identischen Wolle gemeinsam stricken. Hat in dem Fall nicht ganz geklappt. Den anderen Beiden ist die Wolle zu kratzbürstig am Hals. Ich habe es auch versucht sie mir um den Hals zu legen und muss sagen, bei 38° Grad im Schatten, ist mir fast jede Wolle zu kratzbürstig am Hals. Nun gut, die Sockenwolle von Regia, aus der das Indigotuch gestrickt ist, hat einen Lurex Beilauffaden. Der kann sich schön etwas komisch am Hals anfühlen.

Ich habe aber auch Strickfreundinnen, die stricken sich ohnehin niemals nicht aus Sockenwolle Tücher. Dafür glitzert das Tuch einfach ganz zauberhaft. Ich habe zwei Knäuel der Regia Soft-Glitter verarbeitet. Mit Nadelstärke 3,5 ist kein Fitzelchen Faden mehr übrig geblieben. Damit der Faden auch perfekt aneinander geknotet wird, habe ich eine Methode benutzt, die ich erst vor kurzem bei Cinnamon Purl gesehen habe. Dabei wird der endende Faden einfach etwas aufgedröselt und der neue Faden als dritter Faden zwischen die dünnen Fäden gelegt. Jetzt kann man die drei Fäden einfach verflechten. Sie hat es bei Instagram  ganz prima gezeigt.

Indigo-Girl-Tuch

Zurück zum Tuch. Die Anleitung habe ich von Ducathi. Zu der Anleitung kann ich nur sagen: Vorsicht! Diese Anleitung kann süchtig machen! Ich konnte die Strickerei nicht aus den Händen legen. Noch einen Zopf und noch einen Zopf… Ach einer geht noch. Und plopp, war ein Knäuel aufgebraucht.

Ein bisschen kniffelig war die Mitte, aber auch das begreift man ziemlich einfach. Vor allem, wenn man jeden Satz liest und nicht wie ich einfach versucht es “logisch” anzugehen. Stricke was da steht, dann machst du auch keine Fehler. Das sagen mir immer wieder meine Strickfreundinnen. Eigentlich sollte ich das längst wissen. Aber manchmal, gehen eben die Wollpferde mit mir durch.

Tuch-liebe

Ich liebe dieses Tuch. Dem Kerl gefällt die Farbe nicht. Aber er wird es auch kaum tragen. Auf den Bildern sieht es recht klein aus. Das liegt aber tatsächlich an dem riesigen Tor.
Das Tuch hat eine Spannbreite von 2 Meter und an der breitesten Stelle ist es 40 cm. Es wiegt wegen den 2 Knäuel tatsächlich nur 200 Gramm. Die Zöpfe machen es nicht schwerer. Außerdem kann ich es auch mal in die Waschmaschine schmeißen, denn Sockenwolle ist waschmaschinentauglich.

Und soll ich dir was sagen? Ich habe schon das nächste Indigo-Girl-Tuch auf den Nadeln. Und wieder nicht in Blau!

3+

Stricken im Sommer, ein Sommerteilchen

Stricken im Sommer?

Dein ernst? Du strickst auch im Sommer? Klar. Ich suche mir dann Sachen heraus, die sich auch bei entsprechender Wärme stricken lassen. Garne, die auch über den verschwitzen Finger gleiten. Leinen oder Seide bieten sich da an. Baumwolle stricke ich schon seit Jahren nicht mehr gerne. Dabei hatte ich immer das Gefühl, die Stickteile verziehen sich und der Pullover sitzt dann einfach nach einigen Wäschen nicht mehr. Freundinnen sagen aber, dass die neue Baumwolle sich inzwischen viel besser benimmt und sie deshalb auch für das Stricken im Sommer geeignet sei.

Weil ich schon einige Sommer immer wieder an ein und der selben Wolle gestrickt habe, dachte ich mir, diesen Sommer mache ich das Teilchen endlich mal fertig. Mein Stricken-im-Sommer-Teilchen, habe ich aus  Fillisilk, einem Merino Seiden Gemisch, gestrickt. Eine Handfärbung von der Farblust by Wollhexe (Leider finde ich keinen Link. Sie ist nur in einer geschlossenen Gruppe bei Facebook zu finden!) Ich habe mir die Wolle schon 2014! bestellt und seitdem immer wieder mit einem Teilchen gestartet, um es dann wieder aufzuribbeln.

Sommer-Stricken

Aber dieses mal, habe ich es durchgezogen! Mein Sommer-strick ist fertig geworden. Das mehrmalige ribbeln sieht man dem Garn gar nicht mehr an. Ich habe 150 Gramm der Wolle verstrickt und werde aus dem Rest noch einen zweiten Sommerpulli machen. Allerdings dann wohl mit einer anderen Wolle kombiniert. Ich habe da schon eine Idee. Warte es ab. Es kann ja nur 5 Jahre dauern.
Der Pulli ist nach einer Anleitung von Filipa Carneiro und heißt Cascata (Wasserfall). Letzten Sommer fand ich den Wasserfall an der Seite noch ziemlich doof und wollte ihn überhaupt nicht stricken. Aber diesen Sommer fand ich es dann doch ganz schick. Nur habe ich ihn nicht ganz so ausladend gemacht, wie im Original.

Das Muster ist allerdings der Knaller. Ich liebe es. Und es hat sich auch gar nicht schwer gestrickt. Meine 3er Nadeln haben das fast von alleine geklappert. Und die Wolle erst! Die hat ein echtes Stricken-im-Sommer Feeling gemacht. Der Faden glitt ohne murren über die Finger. Die Runden waren am Ende gar nicht so tragisch, weil sich ja immer wieder das Muster dazwischen geschoben hat.

Mir gefällt vor allem auch die Passform. Wenn ich den Bauch einziehe, dann macht das Teilchen eine schöne Figur. Das war dann auch der Moment, als ich das sagte, als Magda die Bilder von mir gemacht hat. Wir haben ganz schön beim Fotoshooting gelacht. Sie macht die Bilder immer öfter mit meiner Kamera. Das ist immer wieder eine Herausforderung für sie. Die Beiden können sich nämlich nicht richtig leiden 😂.

So kann ich nun mein Sommer-Strick-Teilchen bei Der Zitronenfalterin als mein Sommer Monats-Motto einstellen. Denn zu meinem Juli, gehört natürlich das Stricken. Auch wenn es über 30° C hat, wird im Hause Karminrot gewerkelt. Wenn dann hinterher noch lustige Bilder gemacht werden, ist das um so besser.

5+

Poison Ivy, ein Schal zum verlieben

Poison Ivy…

Manchmal, da stromere ich bei Ravelry, dem Stricker- und Häklerportal herum. Manchmal auch bei Facebook. Dabei stößt man unweigerlich auf Teststricks und Strickkal’s (Knitalong – also gemeinsam stricken). Es gibt dort Gruppen, die sich um Designer bilden und die Damen und Herren in den siebten Klee heben. Ich gehöre nicht zu denen, die sich nicht beherrschen können und dem Designer die Rosen auf dem Weg verteilen. Aber als Julia-Maria Hegebart (Feinmotorik) eine Gruppe zum Teststricken bildete, da konnte ich mich  nicht zurückhalten und habe mich ebenfalls in der geheimen Gruppe angemeldet. Sicherlich mache ich gerne Teststrick’s. Auch wenn ich immer wieder behaupte, dass ich NIE WIEDER 😉 bei einem Teststrick dabei sein will. Mir macht es Spaß, Fehler zu finden und wenn dann nette Rückmeldungen der Entwicklerin kommen, freut es mich doppelt.

Julia ist eine sehr nette Designerin. Sie hat mir einen Schal zum Stricken angeboten, den ich für ihr neues Buch, das gerade Ende Juni in den Handel kam, teststricken durfte. Welche Wolle ich nehmen möchte, blieb mir überlassen. Mein Fundus ist groß genug, so dass ich auch zwei wunderschöne Wollen fand. Setamo aus Seide und Mohair von Birgit Freyer und ein feines Merino Garn von Zauberwiese. 4 1/2 Holzstricknadeln von Knitpro, meinen Standardnadeln.

Poison Ivy…

Ich kannte den Namen des Schals nicht. Normalerweise sind die Werke in dem neuen Buch mit Bobbels gestrickt. Wollknäule mit einem langen Farbverlauf. Aber seitdem ich einmal einen Bobbel verstrickt habe, wollte ich kein weiteres Tuch mit nicht verzwirnten Faden stricken. Ich ziehe mir immer Fäden beim Tragen und kann mir nicht erklären, warum es anderen Strickerinnen nicht so geht. Inzwischen weiß ich allerdings, dass es auch schon verzwirnte Farbverlaufbobbels gibt.
Zurück zu Poison Ivy. Wie gesagt, ich kannte den Namen nicht, aber mir gefiel, was ich für eine Anleitung bekam. Ein sehr eingängiges Muster. Nicht zu schwer, ein Anfänger im Musterstricken kann es sehr wohl verstehen. Voraus gesetzt, dass man nicht über das Muster nachdenkt (ein Insider!), strickt es sich fix, fast von alleine.

Ich war wirklich sehr schnell mit dem Poison Ivy fertig. Etwas mehr als 14 Tage klapperten die Nadel und ließen einen seidenweichen Schal entstehen. Die letzten Maschen wurden abgekettet und der Schal kurz in Seifenwasser getaucht. Auf den Matten ausgespannt. hat er eine Länge von 230 cm und ist 30 cm breit. Durch den Seidenanteil ist er besonders anschmiegsam. Er wiegt gerade mal 185 Gramm! Bei leicht kalten Tagen ist er wirklich sehr schön zu tragen. Das Muster gefällt mir so sehr, dass ich mir bestimmt noch einen solchen Schal machen werde.

Die Anleitung zu diesem Schal, findest du in dem neuen Buch von Feinmotorik 
Verlinkt mit Maschenfeins Auf den Nadeln im Juli und bei Liebste Maschen im Juli

Mein Monatsmotto: Strick dich glücklich

2+

Magst du gestrickte Zöpfe? Eine Buchvorstellung

Ich liebe gestrickte Zöpfe

Ich stelle dir heute ein Buch über gestrickte Zöpfe vor. Ein dicker Wälzer mit reichlich Inspirationen. Auf jeder Seite findest du einen neuen Zopf, den du bestimmt stricken möchtest. So geht es jedenfalls mir. Die große Zopfmustersammlung beinhaltet 152 Muster für verzopfte Strickereien. Norah Gaughan erzählt auf den ersten Seiten über ihr persönliches Strickleben. Als Strickdesignerin liebt sie die Zöpfe und verwendet sie oft in ihren Modellen. Sie weißt allerdings darauf hin, dass nicht jeder sofort die super Zöpfe hinbekommen muss. Sie ist süchtig nach Zöpfen, weshalb ihr manchmal gar nicht mehr auffällt, wie schwer die Anleitung gerade ist. Also solltest du mutig sein und dich an den Anleitungen versuchen…

Grundsätzlich, eigentlich einfach

So beschreibt sie im ersten Kapitel, dem Basiswissen, wie man die Maschen verkreutzt und dreht, damit diese tollen Zöpfe herauskommen. Man nehme…und schon ist man Verzopfungsmodus. Ich will hier auch noch darauf hinweisen, dass ich selber süchtig nach Zöpfe bin. Sie müssen nicht immer komplex sein, manchmal kann ich mich aber nicht beherrschen. Ohne Fachbegriffe geht es natürlich auch nicht. Eine Doppelseite hilft da weiter. Außerdem werden schriftliche Anleitungen und das Lesen einer Strickschrift erklärt. Alles Dinge, die man als versierte Strickerin schon mal gesehen und gemacht hat. Wichtig sind vielleicht noch die Fehlerbehebungen. Manchmal sieht man den Fehler erst, wenn man schon 20 cm weiter gestrickt hat. Großes Malheur! Norah Gaughan weiß aber Rat.

Aber lass uns endlich anfangen

Mit einfachen Zöpfen lässt sie mich Blut lecken, um dann immer komplizierter zu werden. Am Ende der sechs Kapitel malt sie förmlich mit ihren Zöpfen Blumenranken. Die Designerin lockt mit 15 Modellen, die man gerne nachstricken kann und lädt dazu ein, auch eigene Kreationen auf den Strickmodellen auszuprobieren. Nicht jedes Projekt würde ich nachstricken, aber inspirierend finde ich die Pullover, Röcke und Mützen schon sehr.

Zopfmustersammlung

Mein Fazit

Ein schönes Buch, um super Zöpfe zu kreieren. Die Anleitungen sind perfekt erklärt und man kann sich seinen eigenen Zopfpulli entwerfen. Zumindest, was die Verzopfungen angeht. Jedes Projekt lädt zu Experimenten ein und die passende Hilfe findest du auf den ersten Seiten. Ich habe mich in dieses Buch verliebt und werde es bestimmt öfter aufschlagen, um mir Ideen für meine Zopfsucht zu holen. Es ist kein echtes Anleitungsbuch. Man findet hier viel Inspiration. Für Strickanfänger, die mutig sind und Strickerinnen, die sich mal trauen wollen. Ein umfassendes Zopfmusternachschlagewerk.

Kapitel 3...Breiter werdende Zöpfe

aus dem Stiebener Verlag
von Norah Gaughan
276 Seiten
Hardcover
ISBN: 978-3-8307-0981-7

2+

Eine Geschichte um den Norweger

Ich kann dir eine Geschichte um den Norweger erzählen

Es ist schon eine Weile her, es war November, da bat mich ein Freund ihm einen Gefallen zu tun. Er wünscht sich schon soooo lange einen Norweger. Einen Norweger in seinen Landesfarben. Denn der Freund stammt aus Frankreich. Und so begann eine Geschichte um den Norweger… Beginnt nicht immer so oder so ähnlich ein Märchen?

Der Freund rief mich an und erklärte mir sein Anliegen. Eigentlich stricke ich nicht für Andere, aber dieser Freund machte mein Herz weich und ich versprach ihm diesen Pullover zu stricken. Erst einmal musste die Wolle her. Um die richtige Wolle zu bekommen, musste ich einmal durch die Stadt fahren. Ich kaufe eben meine Wolle lieber in einem Laden. Die Dropswolle wird in einem Laden in Kreuzberg, an der Grenze zu Rummelsburg, verkauft. Die Verkäuferin war sehr aufmerksam und half mir die richtigen Farben zu finden.

Der Freund fand die Farben ganz passend und freute sich schon auf den Pullover. Die Nadeln klapperten und wenn du auf den Link zu dem gewünschten Muster geklickt hast und die Bilder vergleichst, die ich hier zeige, dann stellst du schnell fest, da stimmt etwas nicht! Hey, du hast recht, etwas ist anders. Während ich so vor mich hin nadelte, stellte ich fest, das wird ein MONSTER, dieser Norweger. Ich habe ausgemessen und sah, dass ich alles richtig gemacht habe. Es lag wohl eher daran, dass dieser Pullover in den 1980er Jahren konzipiert wurde und damit völlig überzogen groß war.

Norweger auf Anfang

Ich ribbelte den Pulli bis auf das Bündchen wieder runter. Weniger Maschen, eine kleinere Größe, wuchs nun wieder auf meinen Nadeln. Ich hatte die Hirsche fertig und freute mich schon darauf, dass ich das erste Mal in meinem Strickerleben steeken werde. Dabei wird das Strickstück aufgeschnitten. Eine Strickweise, die bei den Norwegern schon immer gemacht wird. Doch was soll ich sagen, der Pullover blieb, trotz reduzierter Maschenzahl und kleinerer Größe ein Monster. Gnadenlos schlug nun wieder das Ribbelmonster zu. Der Norweger schrumpfte wieder bis unter die Hirsche zusammen. Ich hatte die Nase voll!

Es musste en anderes Muster her und da hat mir der Stricknerd eine Anleitung unter die Nase gehalten. Das war zwar eine Anleitung für Mädels, aber die konnte ich gut einbauen. Silver Stag. Zuerst musste ich noch die Ärmel stricken. Die Muster habe ich dem Körper angepasst und dann landeten sämtliche Maschen auf der Rundnadel und das Muster mit den Hirschen wurde neu eingestrickt.

Der norwegische Isländer, in französischen Nationalfarben

Aus dem Norweger wurde nun ein Isländer, mit norwegischen Mustern. Das ganze eben in den französischen Nationalfarben. Das Stricken machte wesentlich mehr Spaß. Und der Pullover wuchs richtig schnell. Am Ende bekam der Pullover noch ein schönes Bad in Seifenlauge und trocknete liegend vor sich hin. Doch die Odyssee war noch nicht vorbei….

Der Pullover wurde feierlich in einem Café übergeben und der neue Besitzer freute sich wie Bolle. Ich hatte aus den Restbeständen der Wolle noch eine passende Mütze gestrickt. Er zog den französischen norwegischen Isländer über und ich sah schon, der ist zu lang! Aber der Freund klagte nicht, schlug den Bund nach innen um und erklärte, so trage er sowieso alle Pullover.

Nach einigen Wochen fragte ich ihn nach Fotos, von ihm und dem Norweger, damit ich dir diese Geschichte erzählen kann. Unser Freund würde den Norwegischen Isländer nicht tragen, er ist doch etwas zu groß. Das konnte so nicht bleiben und ich fuhr zu ihm, nahm ihm das gute Stück wieder ab und trennte den unteren Teil wieder ab. Ganze 10 cm, verlor der Pulli in der Länge.

Wenn man nun genau hinsieht, dann erkennt man, dass das untere Muster mit den Maschen in eine andere Richtung zeigt, als der Rest der Muster. Und warum der Pulli so beult, das kann ich dir auch erklären. Der Freund mag keine Schurwolle auf der Haut tragen und hat ein T-Shirt eingenäht! Ich musste das Shirt zum fotografieren hochkrempeln. 😉

Zum Schluss noch die Eckdaten:

Der Pullover wiegt mit dem T-Shirt zusammen 840 Gramm. Gestrickt habe ich mit 4 und 4 1/2 Nadeln. Die Wolle heißt Karisma aus dem Hause Drops. Strickzeit, nicht messbar! Größe L

Hab einen schönen verstrickten Tag

verlinkt bei Liebste Maschen im Mai und bei Maschenfein Auf den Nadeln im Mai

4+

Graues Alpakajäckchen

Graues Alpakajäckchen

Ich mag Alpaka! Weshalb ich mir ein paar Knäuel bei Trendgarne bestellt habe, und war ganz erstaunt, wie schnell ich mein Paket erhalten habe. Etwas enttäuscht war ich nur, dass das Garn sich kratzig angefühlt hat. Ich wollte mir die Naima von Anke Strick nadeln. Ein neues Alpakajäckchen!

Ich hatte auch schon angenadelt und habe wieder geribbelt. Mir gefiel sie plötzlich nicht mehr. Jacken in einem Stück gestrickt, habe ich schon so manche, aber ich habe das Gefühl, die geben, speziell an den Schultern nach. Werden immer länger. Ich stricke nun schon so lange, dass ich mir einfach mein eigenes Model gestrickt habe. 5 Teile stricken und dann zusammen genäht. Das Muster, das auch in der Naima zu finden ist, habe ich als Einstrickmuster rund herum eingebracht.

Das Garn hat sich schnell stricken lassen. Aber das Strickbild sah sehr unregelmäßig aus. Ein wenig unglücklich habe ich mein Werk beendet. Eigentlich bade ich meine Pullis und Jacken selten, wenn ich sie fertig gestrickt habe. Bei diesem Jäckchen habe ich eine Ausnahme gemacht und sie in einem Bad mit Wollwaschmittel eingeweicht. Positiv ist, sie hat kaum nachgegeben. Die Maße sind fast identisch geblieben.

Auf den Bildern fällt mir auf, dass die Wolle Falten schlägt. Die entstehen, wenn ich die Jacke über die Rückenlehne eines Stuhl lege und mich dann genüsslich dagegen lehne. Das Pieksige, hat die Wolle nur wenig verloren. Was ich aber festgestellt habe ist, ich gewöhne mich daran. Positiv ist auch, dass die Jacke mitdenkt. Sie wärmt, lässt aber genug Luft durch, dass man nicht zu sehr schwitzt.

Ich trage sie sehr gerne. Die Farbe ist einfach toll. Ein leicht bläuliches Grau. Das machte die Knopf-suche nicht einfach. Zum Glück haben wir in unserer Stadt genügend Möglichkeiten, Knöpfe zu kaufen.

Nun noch ein paar Grunddaten: Gestrickt mit 4 und 3 1/2 Nadeln. Verbraucht habe ich 10 Knäuel. Somit wiegt das Jäckchen 500 Gramm. Zu lange habe ich an dieser Jacke gestrickt. Das Ergebnis gefällt mir, nachdem ich die Jacke gebadet habe. Ich glaube, ich werde sie öfter tragen. Alpaka habe ich schon öfter verstrickt.

 

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