Wenn ich mein Strickprojekt fast beendet habe, dann denke ich schon wieder daran, was kommt als Nächstes. Und manchmal fällt mir dann ein, dass ich ja noch etwas in den Projektbeuteln liegen habe, was ich schon längst fertig machen wollte. Gestern war ich bei der Eiseskälte kurz noch einmal einkaufen, dabei fiel mir ein, dass ich irgendwo noch ein paar angefangene Handschuhe liegen habe. Kaum zu Hause angekommen, bin ich schon zu den Kisten gelaufen und habe danach gesucht.

Was kommt als Nächstes
Oft kann ich es gar nicht abwarten, dass ich das Projekt abketten kann. Und manchmal möchte ich, wie bei einem guten Buch, dass ich niemals fertig werde. (Nach einem guten Buch frage ich mich auch oft, was kommt als Nächstes?). Manchmal trödel ich wirklich beim Stricken, weil es mir so einen Spaß gemacht hat, die Wolle oder das Model zu stricken. Und manchmal kann ich es gar nicht abwarten, endlich fertig zu werden. Aber immer schwirren mir schon die Gedanken, was ich als Nächstes stricken möchte.
Ganz schlimm ist es immer, wenn ich mit Strickfreundinnen zusammensitze und mich über die neusten Anleitungen austausche. Manchmal kribbelt es dann so sehr in den Fingern, dass ich sofort die Anleitung und die passende Wolle haben muss. Aber manchmal muss man sich einfach auch in Geduld üben. Man kann nicht immer alles sofort haben. Wir werden sehen, wie sich das Jahr entwickelt. Und wie sich meine Wollkisten entwickeln, denn die sollten eigentlich inhaltlich schrumpfen.

Letzte Woche
Na, so aufregend war meine Woche nicht. Und irgendwie doch. Ich habe versucht, mich etwas aus dem Internet fernzuhalten. Klappt nicht immer, es sei denn, man findet ein gutes Buch. Und das hat mich wirklich fasziniert. Treppe aus Papier ist auf mein Lieblingsbuchstapel gewandert. Das kann ich wirklich empfehlen. Ansonsten habe ich es genossen, nicht arbeiten gehen zu müssen. Morgens habe ich eine Runde mit dem Hund der Eltern gedreht, danach mit dem Kerl gefrühstückt, um ihn dann zu irgendwelchen Terminen zu kutschieren. Einmal habe ich mich mit den Strickfrauen getroffen und ein anderes Mal haben wir uns am Abend mit Freunden zum Wein verabredet. Gestern musste ich dann schon wieder arbeiten und als ich am Morgen aufgestanden bin, da fühlte es sich nicht gut an. Ich war überhaupt noch nicht bereit, wieder arbeiten zu gehen. Viel lieber hätte ich meine Stricknadeln klappern lassen. Ich glaube, meine Seele ist jetzt endgültig leer gebrannt. Das Wochenende und Montag werde ich erst einmal noch durchhalten müssen.
Wie war denn deine Woche? Geht dir das mit den ausgelesenen Büchern oder fertig gestellten Projekten auch so, dass du schon gleich wieder nach etwas Neuem suchst? Oder fällst du in ein kreatives Loch?
Es ist unglaublich, wie viel Kraft die Seele dem Körper zu leihen vermag
Moin Andrea, mit dem Stricken hab ich es ja nicht ganz so, aber beim Nähen ist es ganz genau so, wie bei dir …liebe Grüße zu dir
Liebe Andrea, ich bin da ganz bei dir.
Wenn ich etwas stricke habe ich immer schon das nächste Strickprojekt vor Augen, oder das übernächste,… oder gleichzeitig zwei. Ein simples zum Stricken fast ohne Hingucken und Denken, was man auch als Beifahrer oder bei Wartezeiten stricken kann. Und ein Anspruchsvolleres, was etwas mehr Konzentration erfordert.
Im Moment habe ich gezielt Wolle für fünf (5!!!) 🙈 Projekte gekauft, oh weh …
Zwei Sophie scarfs, ein Lille Kolding, winterliches Garn für einen Pulli (gekauft für ein bestimmtes Modell, aber jetzt wird‘s wohl doch ein anderes) und Wolle für eine Babydecke…
Ich glaube Nichtstrickerinnen können so ein Gebaren nicht nachvollziehen.😂
Bei Büchern geht es bei mir etwas „zivilisierter“ zu, da habe ich zwar einen kleinen Stapel (3,4 Bücher) liegen (jetzt gerade nach Weihnachten), aber da bremse ich mich direkt in der Buchhandlung noch mehr zu kaufen.
Zumal ich ein großer Hörbuch-Fan, die ich mir meist über unsere Bücherei online ausleihe.
Ich kann verstehen, dass es dir nach einer freien Woche schwergefallen ist, wieder zu arbeiten, zumal in deinem körperluch und psychisch anspruchsvollen Job.
Ich wünsche dir viel Kraft und bin auch immer wieder erstaunt, wieviel du „trotzdem“ noch nebenher machst.
Aber ich denke solange man in der Tretmühle steckt, schafft man das.
Ich bin da schon aus verschiedenen Gründen eine Lebensphase weiter und genieße es Herrin meiner Zeit zu sein und den beruflichen Druck nicht mehr zu haben.
LG und ein schönes Wochenende,
Monika
Ich bin da eher rückwärts gewandt ( aber vielleicht auch normal in meinem Lebensabschnitt ). Nur bei Büchern beschleicht mich schon mal der Gedanke, was als Nächstes kommen soll. Inzwischen kann ich schon ganz schön in den Tag leben und werde oft erst spät im Verlaufe des Tages aktiv.
Schade, dass deine freie Zeit wieder geendet hat!
Alles Liebe!
Astrid
Guten Morgen liebe Andrea,
bei Büchern greife ich immer sofort zum nächsten Exemplar auf meinem SuB, wenn ein Buch ausgelesen ist.
Bei meinen Bastelprojekten habe ich immer schon im Vorfeld Ideen im Kopf, die umgesetzt werden wollen. Nur da fehlt mir manchmal die Zeit.
Ja, so ist das oft mit dem „Was kommt als nächstes“.
Ich wünsche dir ein schönes Wochenende.
Liebe Grüße vom Niederrhein
Tina
Guten Morgen Andrea,
also mir geht es auch so, dass ich schon wieder was Neues aus meiner Resteküste angefangen habe…da Fehler in der Anleitung waren würde ich ausgebremst…und nahm mir jetzt schon wieder was vor, weil es so kalt ist…
tolles Bild vom Käsekuchen…
Viele Grüße
Carmen 😉🧶🐑