Wer in einer Großstadt lebt, der kennt es gut: Chaos und Krach. Egal wohin man in dieser Stadt geht, wird man vom Lärm verfolgt. Manchmal staunt man, wie laut diese Stadt sein kann.
Chaos und Krach gehören dazu
Der Großstädter merkt es manchmal auch gar nicht mehr, wie laut diese Stadt sein kann. Die Menschen sitzen direkt an der viel befahrenen Straße und trinken genussvoll ihren Kaffee oder essen ihre Pizza. Sie lauschen auf das Vogelgezwitscher, welches etwas kläglich zu hören ist. Es ist schon sehr bemerkenswert, wie gut man das Frühlingsgezwitscher hören kann, wenn man es gewohnt ist darauf zu lauschen. Welchen Lärm muss der Großstädter auf dem Land ertragen, wo die kleinen Flugsaurier sich ungefiltert unterhalten können?
In der vergangenen Woche bin ich morgens aus dem Haus gekommen und habe die Vögel gnadenlos laut zwitschern hören. Aber ganz da hinten hörte ich auch einen Lärm, den ich gar nicht einordnen konnte. Vielleicht war das die Autobahn, die quer durch unsere Stadt verläuft, oder eine Baustelle, die in einiger Entfernung zu einer recht großen Wohnlandschaft führen soll. Aber was den Radau verursacht hatte, das blieb mir ein Rätsel.
Chaos findet man ebenfalls auf den Straßen dieser Stadt. Stau, wohin man schaut. Fußgänger, die sich zwischen den stehenden Autos hindurchschlängeln müssen, Fahrradfahrer, denen rote Ampeln nichts anhaben können. Rollerfahrer, die zu Dritt gegen die Fahrtrichtung auf dem Fußgängerweg entlang flitzen. Touristen, die in alle Richtungen staunend herumgucken und laufen. Das Ganze wird mit Musik von Menschen untermalt, die ihren Hut auf die Straße gelegt haben. Hunde kläffen sich an und die Ratten sitzen zwischen den Büschen und knabbern Lebensmittel, die einfach weggeworfen worden sind. Ein Grasgeruch zieht über die Straßen und vernebelt die Hirne, … Oh, jetzt habe ich ein furchtbares Bild meiner Stadt gemalt. Aber manchmal sieht sie auch für mich so aus. Manchmal ist sie nicht so bezaubernd, wie ich es gerne habe. Ich lass dich mit diesen Bildern jetzt allein!
Wunderschön!
Meine Stadt kann aber auch ganz wunderschön sein. Man muss nicht immer auf den Boden schauen und man muss auch nicht immer in den Szenebezirken unterwegs sein. Es gibt tolle Bezirke in Berlin, die wirklich ganz schön sind. Und es gibt Ecken, die zum Verweilen einladen, ohne dass das Chaos übermächtig ist. Stille Plätze, wo man die Natur hört und die Sonne genießen kann. So einen Platz habe ich gestern mit meinen Kolleginnen besucht. Eigentlich mittendrin im Geschehen und doch weit weg. Wir haben zusammen gegessen und die Sonne genossen.
Mein Wochenende wollte ich eigentlich in Leipzig auf dem Wollefest verbringen. Leider hat sich keiner angeschlossen und allein mag ich nicht fahren. Dann werde ich eben einfach einen Wollladen aufsuchen und Wolle grabbeln. Vielleicht setze ich mich auch in ein Café, um einen Kuchen mit Kaffee zu genießen. Vielleicht lese ich dann auch ein gutes Buch. Am Sonntag werde ich auf jeden Fall eine Kollegin zum Walken treffen. Chaos lasse ich nicht an mich heran und Krach schon gar nicht. Ich wünsche dir ein wunderschönes und gelassenes Wochenende.
„Zuerst verwirren sich die Worte, dann verwirren sich die Begriffe, und schließlich verwirren sich die Sachen“
Chinesisches Sprichwort
Stadtviertel singen tatsächlich auch lauter.
Und bei all dem Trubel ist es eben in der Stadt manchmal so. Alles hat so seine Vor- und Nachteile.
Schön, dass Du das Beste aus dem nicht zur WollMesse fahren machst.
Mit lieben Grüßen
Nina
Liebe Andrea, ich bin ehrlich gesagt, sehr froh und dankbar, dass ich am äußersten Stadtrand von Berlin wohne. Ich meide die Stadt selbst schon seit Jahren, wo es geht, es zieht mich nichts mehr hinein. Natürlich gibt es abgesehen von der Arbeit Ausnahmen wie Arztbesuche oder Treffen mit lieben Menschen, dafür stelle ich mich schon mal dem Getümmel. Aber ansonsten zieht es mich immer genau in die andere Richtung – raus in die Natur.
Was das Thema Wolle betrifft, ich kämpfe sehr mit mir😉 – einerseits will ich vernünftig sein und erstmal Vorräte abbauen und andererseits sind die Versuchungen einfach groß. Mal sehen, wie lange ich noch widerstehen kann?
Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende – sei lieb gegrüßt von Lene
Hach ja. In einem Song von Keimzeit „Berlin“ heißt es in einer Zeile: „Die alte Dame stinkt“ Und in der nächsten Zeile wird wird dann gleich beschrieben, wie gut sie auch riecht. Tja. Das ist wohl bei Großstädten so. Ich hab da mal in einem wunderhüschen Restaurant direkt am Wasser gesessen, gegenüber der Festsaal Kreuzberg. Also, ich glaube, das war auch so mitten drin im Gewühl. Aber dieses Restaurant war eine friedliche Oase und wenn wir nicht Konzertkarten für den Festsaal gehabt hätten, wäre ich dort geblieben.
Deine Vorstellungen, was du anstelle des Wollefestes tun willst, gefallen mir gut. Ich bin ja nahe dabei, aber gehe dieses Jahr auch nicht hin.
Ein ganz wunderfeines Wochenende wünsche ich dir.
Lieb Grüßt die Mira
In der Peripherie von Augsburg dasselbe… ich denke, es ist Zeitgeist. Die Mitmenschen wollen lauter sein.
Schönes Wochenende mit lieben Grüßen von Heidrun
Ich hatte Glück und fand Gesellschaft am Swiss Yarn Festival. Ich musst mich zwar alleine in den grossen Verkehr werfen, was für mich Landei doch auch immer etwas Überwindung kostet. In die Wolle tauche ist schön. ich wünsche dir eine gute Zeit im Wollgeschäft. Liebe Grüsse von Regula