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Im Hamsterrad {Samstagsplausch 31.19}

Im Hamsterrad

Nun ist es wieder vorbei, das schöne Leben. Ich stecke wieder im Hamsterrad. Laufe meine Runden und hinterfrage noch nicht. Immerhin habe ich fast den ganzen Juli für mich gehabt. Ich muss wieder arbeiten, will ich damit sagen und habe mir auch schon gleich ein paar Nächte um die Ohren geschlagen. Die Situation in meinem Haus und auf meiner Abteilung wird nicht besser. Eher das Gegenteil ist der Fall. Jetzt habe ich es flüstern gehört, dass eine komplette Station kündigen möchte. Hört denn niemand unsere Hilfeschreie? Und wenn, dann nur um sich mit irgendwelchen lustigen, absurden Vorschlägen ins Rampenlicht zu stellen? Eigentlich wollte ich hier nie über meine Arbeit schreiben….

Auf Twitter verfolge ich einige Vögelchen, die aus meiner Berufssparte stammen. Sie zwitschern von ihren Erfahrungen in der Rettungsstelle, sind Ärzte und Pflegepersonal, arbeiten im Krankenhaus oder in Pflegeheimen. Alle schreiben von absurden Zuständen. Die Angehörigen verlangen unmögliches, obwohl das Personal alles gegeben hat. Menschen gehen in Rettungsstellen wegen Unzulänglichkeiten, die auch ein Hausarzt behandeln kann. Ich fasse es nicht, wenn ich auf einem Aufnahmeschein lesen muss, Patient hat seit 14 Tagen Magengrummeln.
Warum gehen diese Leute nicht zu ihrem Hausarzt? Die Antwort der Patienten ist genauso absurd: Sie müssen dort so lange auf einen Termin warten! Meistens in einem hübschen Wartezimmer mit den neusten Klatschblättern. Es ist dort ruhig und man ist spätestens nach 3 Stunden dran. In den Rettungsstellen ist es vielleicht spannender. Immerhin kommen dort stark alkoholisierte Menschen an und zeigen sich von nie gekannten Seiten. Oder die Feuerwehr mit einem spannenden Fall…

Ich wünsche mir die “motivierten Allesversprecher” manchmal auf meine Stelle. Wenn wir bei 35° C hin und her flitzen. Telefone bedienen und Angehörige, sowie Patienten glücklich machen. Dabei vollkommen unser eigenes Wohl vergessen. Die Toilette nur aufsuchen, wenn wir mit einer Überstunde Feierabend haben. Ich möchte sehen, wie diese Versprecher in schwitzen kommen. …Ich wollte hier nie über meine Arbeit schreiben! Mein Hamsterrad… Übrigens einen schönen Blog zu dem Thema findest du hier. Nicht, dass du nun glaubst, ich würde meinen Beruf nicht gerne ausführen. Das Gegenteil ist der Fall. Ich liebe meine Berufung, so wie diese Frau. Und wenn du dann noch nicht genug hast, dann solltest du noch hier her einen Blick werfen

Und sonst?

Ich arbeite mich durch meine liegengelassenen Strickprojekte, auch Ufo’s genannt. Eines nach dem anderen wird fertiggestellt. Ich will das Chaos auf meinem Sofa tilgen. Und ich freue mich über jedes Teilchen. Am Mittwoch habe ich meine neue Jacke fertig gemacht und das “Flieder im April-Tuch”, liegt inzwischen auch in den letzten Reihen. Ich habe wieder angefangen zu malen. Muss aber noch ein bisschen daran herum verbessern. Ich habe mich im Juli durch so einige Bücher gelesen. Die werde ich in meinem Lesezimmer so nach und nach vorstellen. Die Bücher im August sind online, kannst ja mal mitmachen und ich arbeite unter Hochdruck an meinem Beitrag zu #wenigerPlastikistmehr. Ach und mein verschobener 12tel Blick ist auch online

So, jetzt habe ich mich völlig ausgelassen und will dir die Bühne frei machen. Vielleicht willst du auch bei meinem Samstagsplausch etwas loswerden. Ich freue mich auf deine Beiträge und ich gehe in mein Hamsterrad zurück

„Ich bin wie ich bin. Die einen kennen mich, die anderen können mich.“

(Konrad Adenauer)

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Und obwohl ich heute nicht unbedingt von Sonntagsglück sprechen kann, füge ich mich dort mal ein

4+

Da isser wieder der Sommer {Samstagsplausch 30.19}

Da isser wieder, der Sommer

Und wieder kann man ordentlich stöhnen, dass es so warm ist. Aber haben wir nicht erst gemeckert, dass der Sommer schon wieder vorbei sei? Ich mag es aber, wenn ich sagen kann, Da isser wieder! der volle Sommer.

Meine Woche war gechillt, wie man so schön sagen kann. Ich habe die Eltern bespasst. Der Vater hat sich selber eine Espressomaschine geschenkt. Doch kommt er, in Wirklichkeit, gar nicht richtig damit klar. Das macht aber nichts, ich habe ihm Equipment besorgt, womit er einen perfekten Kaffee machen kann. Das sieht man oben im Bild. Im Garten steht eine kleine rote Tasse. Die liebe ich sehr. Jetzt kann ich auch dort endlich den guten Kaffee trinken. Und wenn ich Lust habe, dann kommt auch ein Milchkrönchen oben drauf.

Den Dienstag verbrachte ich radelnd in der Stadt. Bis nach Friedrichshain zu Stoff und Stil. Ein neuer Strandläufer liegt schon zurecht geschnitten auf meinem Arbeitstisch. Ein paar Teilchen fehlten noch. Dann ging es nach Kreuzberg. In einem Laden, in dem man alles unverpackt bekommt. Da wollte ich längst mal hin. Weil ich noch einen Bericht für Silvia’s und Astrid’s Blogtour #wenigerPlastikistmehr schreiben möchte, fand ich dieses Ziel außerordentlich passend. Ein sehr interessantes Konzept. Aber mehr dazu, demnächst.  (Übrigens, in der Seitenleiste meines Blogs, sind die bisher erschienenen Beiträge zum anklicken) Dann ging es weiter nach Schöneberg, in den elterlichen Garten. Kurz verschnaufen. Aber nicht genug, der nächsten Termin stand an. Stricken mit Freundinnen in Neukölln. In einem Park, den ich noch nicht kannte und völlig perplex war, was ich dort vorfand. Am Ende des Tages, war ich 50km in der Stadt unterwegs.

Gestern habe ich mich mit Freundinnen darüber unterhalten, woher der Begriff Eierpampe kommt. Dass es ganz bestimmt ein Berliner Begriff ist, war uns klar. Unsere liebe Magda, blätterte in den Internetseiten und fand allerlei lustige Berliner Begriffe, die ich fast gar nicht kannte. Sie stellte uns, Marion ist ja schließlich auch eine ziemlich “alte” Berliner Pflanze, einige Fragen. Wir erkannte nur sehr wenige Begriffe. Aber warum Eierpampe Eierpampe heißt, das haben wir nicht herausbekommen. Kennst du den Begriff? Und weißt du, woher er stammt? (Nur für den Fall, dass du keine Ahnung hast, Eierpampe ist im Sand matschen!)

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4+

Ein anderes Zeitgefühl {Samstagsplausch 29.19}

Zeitgefühl

So schnell kann es gehen. Die Tage vergehen wie im Flug. Freie Tage haben kein Zeitgefühl. Da steht man morgens auf und schon ist es wieder Abend. Um den freien Tagen einen neuen Anstrich zu geben, sind der Kerl und ich kurzfristig in den Süden der Republik gefahren. Über ein Hotelportal ein Zimmer gebucht, das Auto gesattelt und los. Da können wir sehr spontan sein. Der Kerl hatte die Idee, sich die Fuggerei in Augsburg anzuschauen. Spannend, da man schon so einiges im Fernsehen sah. Kennst du die Fuggerei? Die älteste Sozialbausiedlung, die heute noch intakt ist. Immer noch gelten die selben Konditionen wie zu ihrer Erbauung. 88 Cent im Jahr kosten die knappen Wohnungen und man muss eben nur für Strom, Wasser und sonstige Nebenkosten aufkommen. Kleine niedliche übersichtliche Wohnungen. Das ganze gebündelt in einer Siedlung mit Mauer drum herum, mitten in Augsburg. Die Zeit schien dort irgendwie stehen geblieben zu sein. Obwohl innen alles modernisiert ist.

Zeit

Zeit miteinander. Das ist etwas, was ich mit dem Kerl gerne genieße. Geduldig lässt er mich in den Wollgeschäften in Augsburg meine Zeit verplempern. Nur gebracht hat es mir nichts. Denn meine Taschen blieben leer. Gemächlich schlenderten wir weiter durch die Stadt und haben uns alles genau angesehen. Eis essen hier, Mittagessen dort. Am Ende schienen wir die Stadt schon gut zu kennen. Gerne wäre ich auf dem Nachhauseweg noch bei der Wollmeise eingeflogen. Doch die haben komische Öffnungszeiten. Nicht meine Zeit. Schade. Gerne wäre ich auch in die Augburger Puppenkiste gegangen. Doch auch da war gerade keine Möglichkeit. Vielleicht ein anderes mal. Zeit ist eben ein seltsames Ding.

Strick-zeit

Ja, die hatte ich in dieser Woche auch. Am Sonntag hatte ich eine Verabredung zum Stricken. In einem wunderschönen Garten mit ein paar sehr strickbegeisterten Frauen. Schon einmal traf ich diese tollen Frauen und genoss das Beisammensein. So verbringe ich gerne meine Zeit. Der Nachmittag war so kurzweilig, dass ich mich schon auf eine Wiederholung freue.
Auch im Auto, neben meinem Kerl habe ich einige Reihen stricken können. Autobahnfahren ist nicht unbedingt unterhaltsam. So klapperten die Nadeln. Auf der Landstraße, muss ich dann allerdings gucken, um nichts zu verpassen.
Gestern hatte ich dann unsere monatliche Schlemmerstrickrunde. Wir haben es genossen. Das Beisammensein ist sehr inspirierend. Wir haben wieder viel gelacht und richtig gut gegessen. War das wieder lecker. Und die Zeit? Na, die ist uns wieder durch die Finger gelaufen. Viel zu wenig Zeit hatten wir wieder.

Wieviel Zeit hattest du diese Woche? Hast du sie genutzt?

Zeit, ist ein seltsames Ding!

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5+

Der Schreck und was für ein Tag {Samstagsplausch 28.19}

Der Schreck…

Der erste Schreck tauchte am Mittwochmorgen auf. Die Vierbeiner haben mich schon sehr früh geweckt. Das ich Urlaub habe, geht den Beiden echt am Puschelschwanz vorbei. Toffie mag es besonders, um 5.40 Uhr neben mir, mit dem Geschnurre zu starten. Und wenn ich nicht gleich wach bin, wird an meinen Fingern geknabbert. Ich schreck dann jedesmal hoch. Die Gedanken kreisen und ich kann dann nicht mehr weiter schlafen. Geschafft, denken sich die Damen dann. (Damen wollen die aber erst werden! Dazu fehlen noch ein, zwei Jahre. ) Dann eben aufstehen. Hab sowieso einiges vor, an diesem sonnigen Mittwoch.

Der Monsterjunge hat bald Geburtstag. Ein Geschenk muss noch gefunden werden. Und meine Wanderstiefel sind beim Sportgeschäft angekommen. Da reicht eine Tasse Kaffee und drei Runden an meinem Sommerpulli stricken und dann ab in die Stadt. Die Geschäfte machen ja erst um 10 Uhr auf.

Der Schreck in Steglitz

Ich habe meinen Drahtesel an einem Kreuzberger-Bügel befestigt und bin in den Sportladen gegangen. Die Stiefel waren mir tatsächlich etwas zu klein und die nette Verkäuferin bestellte mir ein paar Neue. Als ich aus dem Geschäft kam, da habe ich mein Fahrrad nicht mehr gesehen. Der Schreck fuhr mir direkt in die Knochen. Das gibt es doch nicht! Mein neues Fiets, erst 3 Monate alt! Ich lief die Fahrradständer 8x rauf und runter. Es blieb verschwunden. Erst letztens habe ich über den Neid geschrieben… Verflixt. Und ich habe doch noch so viel vor heute! Ich lief noch einmal die Sammlung der Räder ab. Es blieb verschwunden. Auf den Schreck kam die Ruhe. Erst einmal die Polizei benachrichtigen. Das geht online. Auf den Stufen eines schönen Altbau ‘s, in der Sonne sitzend, füllte ich die Formulare aus. Dann der Anruf bei der Versicherung.
Ein Mann fragte mich, ob er mir helfen könnte. “Klar, wenn sie diesen elenden Fahrraddieb einfangen könnten!” “Oh. Das kann ich leider nicht. Hier kommt öfter was weg, da drüben zum Beispiel, steht ein Auto ohne Räder.” Tatsächlich steht dort drüben ein neues Auto, ohne Reifen, auf Steine abgestellt. Der Mann zuckt mit den Schultern und wünscht mir trotzdem einen besseren Tag.

Auf den Schrecken folgt die Freundschaft

Nachdem ich alles ausgefüllt hatte, schrieb ich an meine Strickfreundinnengruppe, was mir passiert ist. Und kaum war die Nachricht abgeschickt, klingelte mein Telefon. “Wo bist du, wo soll ich dich abholen?” Das tat so gut. Eine halbe Minute später klingelte es noch einmal. “Wo soll ich dich einsammeln? Geht es dir gut?”, die zweite Freundin, rief an. Hach, da weiß man, dass man nicht alleine ist. Ich wurde eingesammelt, ein Trostkaffee folgte. Der Schreck wurde immer kleiner. Es ist ja nur ein Fahrrad.

Am Ende wurde alles gut. Nicht, dass man den Dieb erwischt hätte. Aber es fand sich eine gute Lösung. Und auf einige Freunde kann man zählen! Danke Mädels.

Und sonst?

Habe ich gelesen und rezensiert. Ich habe von meinem Teststrick erzählt und gestern 12 Bilder gesammelt. Am Dienstag hatte ich eine schöne Verabredung mit Marion und Magda. Da hatte ich noch geunkt, ob mein Fiets noch da stehen würde…

Freunde, sind einfach unbezahlbar

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3+

Ist man denn nie zufrieden? {Samstagsplausch 27.19}

Ist man denn nie zufrieden?

Das habe ich diese Woche wirklich mehrmals gedacht. Letzte Woche sind wir noch dahingeschmolzen und haben uns bitterböse beschwert, wie warm es ist. Diese Woche friert man sich den Hintern ab und ist auch wieder nicht zufrieden. Hab ich die Möglichkeit einen schönen Schal zu stricken, doch möchte dann aber wieder nicht alle Muster einarbeiten, schaue aber (neidvoll?) gespannt auf die werdenden Werke. Habe ich mir ein Essen bestellt, schaue ich missgünstig auf den Nachbarteller. Egal, was man hat, man möchte es dann doch anders. Ist der Mensch so gestrickt oder wird man dazu gemacht?
Diese Woche ist mir das öfter aufgefallen. Der Blick von dem Fahrradfahrer neben mir, der mein Fiets genau betrachtete. Die Frau im Kaufhaus, die der anderen Kundin auf den Stapel in ihrer Hand guckte und die Stirn in Falten zog. War es der Neid, dass die Andere eine bessere Beute hatte? Oder die Kritik, was die sich da wohl kauft?

Zufrieden?

Das ist es wohl auch, warum der Mensch Kriege führt. Guck mal, dem geht es vermeintlich besser als mir. Aber wenn sie es dann haben, ist es auch wieder nicht gut genug. Kaum besitzen sie es, wollen sie mehr. Und ich nehme mich dabei bestimmt nicht aus. Allerdings merke ich auch, dass ich langsam ein Stadium erreiche, in dem ich in mir selber ruhe und kaum noch neidisch gucke. Mir ist es egal, dass die eine Freundin sich unbedingt ein neues Handy kaufen muss oder die andere Freundin sich 4 Kilo Wolle zulegt. Problemlos gehe ich darüber hinweg, dass die Kolleginen ihren Urlaub in Asien buchen und freue mich eher daran, dass ich schon vor langer Zeit dort war und die Länder relativ unverdorben sah.

Ja, zufrieden!

Ja ich denke, ich bin zufrieden. Diese Woche habe ich mich nämlich zum Stricken getroffen (Was wäre ich ohne Nadelklappern und Kaffeetrinken!) Stricken macht übrigens glücklich und entspannt die Gedanken. Ich bin zufrieden, weil ich am Donnerstag meinen letzten Arbeitstag hatte und nun urlaube. Außerdem hatte ich ein vorzügliches Essen mit zwei Freundinnen, am selben Nachmittag. Ich habe diese Woche ein wenig genäht und meine Bücher sortiert. Ich habe mir Gedanken gemacht, was ich bei Astrid’s und Silvia’s Blogtour beisteuern kann. Es wäre das vierte Mal, dass ich daran teilnehme. Am Mittwoch zog es mich zu einer Runde joggen im Park. Das ist auch wieder eine bisschen Zufriedenheit. Und gestern, trafen wir uns mit Freunden zum Wein trinken.

Und wie zufrieden bist du diese Woche gewesen? Gehörst du zu den Neidvollen und bist niemalsnich glücklich mit dem was du hast? Oder würde dir ein winziges Tinyhouse reichen?

Zufriedenheit ist ein stiller Garten, in dem man sich ausruhen kann (Ernst Festl)

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4+

Malade durch die Stadt {Samstagsplausch 26.19}

Malade durch die Stadt

Du hast schon einmal von mir gehört, dass ich alte Wörter gerne mag. Ich möchte nicht, dass sie aussterben, und doch werden es immer weniger. Malade ist auch so ein Wort. Dabei passt die Bedeutung des Wortes Malade so schön zu der überhitzten Bevölkerung. Malade bedeutet so etwas wie Unwohlfühlen. Und ehrlich, wer fühlt sich bei 38° C im Schatten nicht unwohl. Ich gebe zu, ich bin eine Sonnenanbeterin. Sobald ein Fitzelchen Sonne am Himmel steht, bin ich draußen. In kurzen Hosen. Aber in der letzten Woche hing auch ich  so ziemlich malade in der Hitzewelle. Am Montag ging es ja noch einigermaßen, aber am Dienstag und erst der Mittwoch…. Puh war unsere Stadt warm.
Unsere Katzen kamen nur kurz auf die Terrasse, um sofort wieder nach drinnen zu flüchten und sich malade auf dem kühlen Laminat auszufächern. (Einen Zustand, den ich gerne nachgeahmt hätte. Hast du schon mal versucht, mit allen Körperteilen gleichzeitig auf einem kalten Boden zu liegen…?)

Durch die Stadt

Am Mittwoch hat mich eine Migräne aus der Bahn geworfen, wie ich sie schon lange nicht mehr hatte. Somit fiel meine Arbeit an diesem Tag für mich aus und ich hing, wiedereinmal und zusätzlich, malade im Bett herum. Unser Schlafzimmer liegt im Dach, das den ganzen Tag volle Sonne genießt. Im Winter recht schön, aber nicht in dem Zustand, in dem ich mich befand. Zum Nachdenken kam ich aber kaum, denn so schlecht wie es mir ging, konnte ich nur schlafen. Am nächsten Tag war ich zwar noch nicht wieder bei 100%, aber arbeiten konnte ich wieder. Wie immer bin ich mit dem Rad zur Arbeit gefahren. Der Kerl hatte mich nur unter der Bedingung fahren lassen, dass ich auf jeden Fall langsam unterwegs bin. (Kann ich aber nicht. Wenn einer vor mir fährt, dann ist der meistens zu langsam und dann überhole ich und wenn dann wieder einer vor mir fährt… Ein Teufelskreis!) Da aber die ganze Stadt in einem Hitzetrauma hing, konnte ich auch sehr gemächlich (altes Wort!) Meine Arbeitszeit beginnt erst am späten Mittag, somit war mein Arbeitsplatz schon extra warm. Nein, wir haben keine Klimaanlage!
Erst, als ich zu später Stunde nach Hause fuhr, kühlte es etwas ab.

Souverän

Schon am nächsten Tag war es richtig kalt. Die Nacht kühlte unsere Stadt schon auf 13° C ab. Wenn das mal nicht ein Temperatursturz war. Aber gut so, denn ich war zum Stricken in einem Garten verabredet. Dazu musste ich mit dem Rad durch die halbe Stadt radeln. 17 km, über Fahrradwege, mit Schütteltrauma-Gefahr. Zur Mittagszeit auf den Fahrbahnen zu fahren, dass ist mir zu riskant. Mit den Autofahrern ist nicht immer gut Kirschen essen.
Als ich an einer Kreuzung abbiegen musste, stand ein Müllauto auch schon zum Abbiegen bereit. Die Müllmänner hielten sich an ihren Griffen, außen am Wagen fest. (Bei der Hitze stinkt Müll wirklich erbärmlich!) Der eine Müllmann zwinkerte mir zu und meinte “Souverän, wirklich souverän”. Scheinbar gefiel es ihm, dass ich mich nicht an den wartenden Autos und LKW vorbei drängelte. “Und dabei auch noch hübsch!” kam noch hinterher, als sie und ich abgebogen waren. Mein Tag war gerettet. Egal, was noch kam, ich hatte Sonne im Herzen und fuhr souverän durch die Stadt.

Der Stricknachmittag war übrigens so schön, dass ich fast nicht gehen wollte.
Und gestern habe ich noch einmal einen Vormittag strickend und gärtnernd verbracht. Die Tomaten im elterlichen Garten, bedurften etwas Pflege. Außerdem meldeten sich die Eltern wegen Vernachlässigung auch noch an. Am Nachmittag dann noch ein kurzes Intermezzo auf dem Weinfest und ein Schwätzchen mit Sylvia und Marion.
Und heute, wird es wieder so warm und morgen noch viel mehr. Wieder werden wir malade in den Seilen hängen… War es bei dir auch so heiß oder soll es so heiß werden? Bitte achte darauf viel Wasser zu trinken! Malade, ist kein Zustand, den man ertragen möchte!

Heute ist dein Tag!

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